Profilbild von Malou
am 04.03.2023
Verstorben

Malou

Katze, Europäisch Kurzhaar
Malou wurde 6.2 Jahre alt
Wir danken Frau Schäfer aus Mertloch, Anna Katharina aus Mendig
04.03.2023 vor 1.3 Jahre
Ach Louchen…

Wieder einmal mussten wir Abschied nehmen. Diesmal von unser lieben Malou, die sage und schreibe seit April 2019 bei uns im Tierheim lebte.

Malou war eine außergewöhnliche Katze, mit schlechtem Start ins Leben. Hierzu könnt ihr gerne ihre und die Geschichte ihrer „Mitleidenden“ lesen.

Als Malou bei uns strandete, glaubten wir noch fest daran, dass auch sie irgendwann das Glück einfangen und in ein verständnisvolles Zuhause, zu lieben Menschen ziehen könne. Aber die wunderschöne, eigenwillige Katze entschied anders. Sie mochte uns Menschen anfangs nicht. Sie zog sich zurück, ließ keine Berührungen zu.

So bezog Malou erst unseren so genannten Wildlings-Raum, mit angrenzendem Freigang in den Wald. Aber auch dort fühlte sie sich, in Anwesenheit der anderen Freigänger, nicht wohl. Letztendlich entschied sich unser Freigeist dazu, die kommenden Frühlinge, Sommer, Herbste und Winter direkt an der Einfahrt zum Tierheimgelände zu verbringen. Jeden Abend wartete Sie mit erhobenem Schwänzchen und mit den Pfötchen stampfend, an dem eigens für sie erbauten Futterplatz. Ein Schlafhäuschen, direkt an unserem Plunsbach, diente ihr fortan als Unterschlupf.

So gingen die Jahre ins Land und Louchen gewöhnte sich an uns Zweibeiner. Sie maunzte schon von Weitem, wenn wir mit dem Futter durchs Tierheimtor kamen und sie bestand auf ihre festen Fütterungszeiten.

Kurz vor dem kalten Winter 2022 stand ein Tierarztbesuch bei ihr an, denn auch ein Wildling muss mal zum Gesundheitscheck. Da es die folgenden Tage sehr kalt war, bezog Malou unser Katzenzimmer Nummer 2. Und siehe da, sie genoss den Luxus einer wärmenden Heizung und die All-Inclusive-Betreuung. Anfassen war immer noch nicht ihr Ding. Aber sie blinzelte, kam uns entgegen und war manches Mal sogar mutig genug, ein Katzenstängchen aus der Menschenhand zu nehmen.

Wir waren voller Glaubens, dass auch Malou nun endlich das große Los ziehen und Menschen finden würde, die sie so nahmen wie sie war – wild und frei und wundervoll.

Malous Lieblingsplatz war die Höhle des großen Kratzbaums in Zimmer 2 und die kleine Luke, durch die sie in den Außenbereich des Zimmers gelangen konnte. Dort lag sie so oft, eingerollt und wohlig schnurrend…

Am 04.03.2023 lag sie genau dort, zusammengerollt in dieser kleinen Luke, auf ihrem Handtuch. Doch ihr Herz hatte aufgehört zu schlagen.

Uns Alle traf es wie ein Schlag in die Magengrube und wir sind noch immer fassungslos.

Dort, an der Einfahrt zum Tierheim, wo einst Malous Futterplatz und das Schlafhäuschen standen, wachsen nun die ersten Frühlingsboten und sie werden uns in jedem Jahr an Louchen erinnern.

Leb wohl Malou! Du gingst so leise und still, wie Du einst kamst.
06.01.2023 vor 1.4 Jahre

Umzug ins Warme

Malou ist vor wenigen Tagen in ein warmes Katzenzimmer umgezogen. Wir möchten ihr endlich ein neues Zuhause suchen, damit sie nicht mehr draußen leben muss, sondern ihre eigenen Dosenöffner hat, die sie mit ihrem süßen Miauen verzaubern kann.

Noch ist Malou etwas ängstlich, lässt aber Berührungen zu. Wir suchen geduldige Menschen, die die Herausforderung suchen, aus Malou noch eine richtige Schmusekatze zu machen.
24.11.2022 vor 1.6 Jahre

Damit hätten wir niemals gerechnet

Malou lebt jetzt schon drei Jahre als Freigängerkatze und fester Bestandteil des Tierheims auf unserem Gelände. Dort hat sie ein Futter- und auch ein Schlafhäuschen, welches sie als sicheren Unterschlupf wunderbar angenommen hat.
Malou kennt ganz genau die Uhr und weiß, wann es Fressen gibt und erwartet uns schon tretelnd und miauend an ihrem Futterplatz. Über diese Begrüßung freuen wir uns jeden Tag wie bolle.
Bald ist es soweit und wir freuen uns schon auf den ersten Körperkontakt mit ihr. Und nun sind wir uns ganz sicher, dass auch Malou irgendwann ihre Köfferchen packen wird und eine Familie ihr eigen nennen kann.

Deshalb steht unsere Malou weiterhin zur Vermittlung. Es braucht noch etwas Zeit, aber diese lassen wir ihr.
17.05.2019 vor 5.1 Jahre

Umzug ins Außengehege

Malou ist vergangenen Freitag zu unserem Wildlingskater Ferdi gezogen, der unser Katzenzimmer mit Zugang zum Wald bewohnt. Da sich Malou seit ihrer Ankunft nur versteckte und die Flucht ergriff, sobald wir nur das Zimmer betraten, haben wir uns dafür entschieden, dass sie Ferdis neue Freundin werden soll. Bald machen wir die Klappe zum Wald wieder auf und Malou darf selbst entscheiden, ob sie lieber draußen oder drinnen leben möchte. Beide Katzen haben jederzeit Zugang zu Futter, Wasser, zu kuscheligen Liegeplätzen auf Kratzbäumen und zu den Katzentoiletten, die im Zimmer aufgestellt sind. Wir hoffen, dass Malou durch den Umzug glücklicher wird, denn einsperren möchten wir sie nicht mehr.
15 Katzen mussten bisher ihr Leben in kleiner Waschküche mit angrenzender Küche fristen und das in reiner Wohnungshaltung! Bekannt ist ihnen nur eine Person, die sie fütterte und das Katzenklo reinigte. Mit Fremden kamen sie bisher noch nie in Kontakt, warum es für uns auch absolut verständlich ist, dass sie gegenüber Neuem sehr verängstigt und schüchtern sind.

Ihr bisheriges Leben war alles andere als katzengerecht. Sie waren einfach nur da und man fütterte sie, damit sie überlebten, aber alles andere fehlte ihnen: Zuwendung, streichelnde Hände, tierärztliche Versorgung samt Kastration, Zeit zum Spielen und Jagen. Das gilt es jetzt in kleinen, ganz kleinen Schritten nachzuholen.

Aus diesem Haushalt nahmen wir bisher Aslan, Alexa, Amalda, Albert, Apollo, Cäsar, Caspar und Cleo auf. Seit Dienstag sind Moritz, Filou und Malou dazugekommen.

Malou ist die ängstlichste von den letzten Neuankömmlingen. Sie lässt sich leider überhaupt nicht anfassen, sondern ergreift sofort die Flucht und wird regelrecht panisch und versucht im Notfall auch anzugreifen.

Bei uns im Tierheim werden die Katzen erst in der Nacht aktiv. Besuchen dann ihr Katzenklöchen, fressen und nehmen Kontakt zu ihren Artgenossen auf. Doch das können wir leider nur morgens anhand der sichtbaren Spuren sehen.

Für diese armen, vernachlässigten Katzen suchen wir händeringend katzenerfahrene Menschen oder Menschen, die einer dieser Katzen endlich ein erfülltes Leben schenken möchte. Am Anfang brauchen sie wirklich nicht viel. Das wichtigste sind Zeit und Geduld und wer damit schon mal Erfolge erlebte, weiß, dass es sich lohnt!

Von den bereits vermittelten Katzen haben wir bisher nur gute Resonanz bekommen. Aslan ist komplett aufgetaut, lässt sich streicheln und sitzt morgens schon als erster am Frühstückstisch. Apollo spielt mit Baldriankissen und liegt abends langgestreckt vor dem wärmenden Ofen und all das nur nach einigen Tagen im neuen Zuhause. Also Sie sehen – auch die Adoption einer scheuen Katze, die bisher wirklich nicht viel erfahren durfte, lohnt sich und macht glücklich!