Vilem – unvergessen


Leider ist Vilem vor wenigen Wochen verstorben. Wer hätte jemals gedacht, dass er mit dieser Vorgeschichte noch so lange leben wird?! Er hatte es bis zuletzt sehr gut in seiner Pflegefamilie und musste niemals alleine sein. Er hat nahezu alle Kaninchen überlebt und auch kleine Krankheiten konnten ihm nichts anhaben. Er war wirklich bis zuletzt ein Kämpfer! Machs gut Vilem!

Wir danken den Paten von Whisky und Vilem:
Tanja aus Hausen;
Frau Ahrens aus Koblenz


Art: Zwergkaninchen
Geschlecht: männlich/kastriert
Alter: Vilem geb. 2011, Whisky geb. ca. 03.03.12
Im Tierheim seit:05.02.12, 22.04.12

Beschreibung

2013:
Whisky ist leider verstorben, sodass Vilem nun den Anschluss an eine andere Kaninchengruppe in der Pflegefamilie gefunden hat.

30.08.12
Seit Igor gestorben ist, gab es in der Gnadenbrotkaninchen-Gruppe vermehrt zu heftigen Streitereien. Deshalb mußten Tin Tin und Stenjek dort ausziehen. Whisky und Vilem halten sich aus allem raus und dürfen natürlich bleiben. Ihre Wunden am Rücken sehen gut aus und im Moment scheint der Eiter wirklich endlich weg zu sein.

Vorgeschichte von Whisky:
05.08.12
Whisky ist nun zu Stenjek, Vilem und Tin Tin auf eine Dauerpflegestelle gezogen, weil seine Wunden am Rücken sich immer wieder mit Eiter füllen und so eine Vermittlung nicht möglich ist. Der kleine Mann ist aber super fit. Wir hoffen, dass er sich vielleicht doch besser erholt in einer beständigen Kaninchengruppe mit weniger Streß.

03.06.12
Whisky blieb nun als einzigster von seiner Familie allein zurück. Leider wurde er am Rücken gebissen und die Wundheilung zieht sich lange hin. Leider ist das bei Kaninchen meist so, wenn sie verletzt sind, weil der Eiter sehr zähflüssig ist und nicht allein abfließt. Ansonsten ist Whisky aber fit, nur ein wenig zurückhaltend.

22.04.12
Tante Bacardi (weiß/grau), Mama Bailey (braun) und ihre drei Söhne Malibu, Whisky und Scotch wurden im Tierheim abgegeben.

Vorgeschichte von Vilem:

01.04.12
Vilems Entzündung wurde täglich gespült und mehrfach ausgeschabt, trotzdem wurde es nicht besser. Die Prognose war nicht gut und man befürchtete, dass sich die Entzündung durch den ganzen Körper ziehen wird und zum Tod führt. Alles ließ man ab sofort Vilem, der die ganze Zeit immer fit und munter war, ganz in Ruhe. Und siehe da, er lebt immer noch und die Beule scheint sich langsam aber stetig zurück zu bilden. Das ist zwar noch ein sehr langer Weg, aber wir sind sehr hoffnungsvoll, dass er irgendwann ganz gesund sein wird.

06.02.12
Vilem hat eine schlimme entzündete Bißverletzung am Rücken, die fast so groß wie ein halber Apfel ist. Leider sind diese Entzündungen bei Kaninchen sehr langwierig und führen auch immer wieder zum Tod. Grund ist der zähflüssige Eiter, der nicht abfließt und somit den Körper immer mehr vergiftet. Wir haben Vilem auf eine Pflegestelle gegeben, wo er mehr Ruhe und man in besser unter Beobachtung hat. Er zieht zu Igor, Stenjek und Tin Tin.

05.02.12
In Vallendar wurden jede Menge Tiere von einem Mann in einem Garten zurück gelassen, als dieser bei Nacht und Nebel offenbar ins Nirgendwo verschwand. Niemand weiss wo er ist, nicht einmal mehr kümmerte er sich um seine Tiere. Es hieß dieser Mann sei bekannt, dass er immer mal wieder nach einigen Jahren einfach „verschwindet“.

Die Leidtragenden sind die vielen Tiere, die er „gesammelt“ hatte.

Über 100 Brieftauben, einige Hunde, jede Menge Kleintiere, wozu letztendlich auch die vier Zwergkaninchen Vilem, Vidar, Vincent und Valerie gehörten, die nun ins Tierheim Mayen kamen.

In einem winzig kleinen Stall saßen der kleine Hasenvater und seine drei Söhne, hilflos der z.Zt. herrschenden extremen Kälte ausgesetzt.

Notdürftig von Nachbarn versorgt, die sich redlich bemühten die Tiere überhaupt am leben zu erhalten, musste die Not der Tiere ein Ende haben.

So kamen nun heute die vier Kaninchen zu uns ins Tierheim.
Als sie aus der Transportbox heraus gehoben und auf das frische Stroh im großen Aussengehege gesetzt wurden, wussten die Kleinen gar nicht was es heisst sich bewegen zu können.

Nachdem sie lange, lange Zeit zu Viert in einem winzig kleinen Stall so gut wie keine Möglichkeit hatten auch nur ansatzweise zu hoppeln, wussten sie nun, da sie plötzlich so viel Platz hatten, gar nicht mit diesem vielen Platz um zu gehen.

Fast eine halbe Stunde hockten sie ängstlich und dicht gedrängt aneinander und getrauten sich nicht sich zu bewegen.
Doch dann ging es los!

Es war eine Freude mit ansehen zu dürfen wie sie auf einmal merkten dass ihr Lebensraum viel, viel größer als nur einen halben Quadratmeter war.

Höhlen, etliche Hütten, Tunnel, eine große Buddelkiste, frische Tannenäste, Weidenkörbe die dick mit Heu befüllt sind, Strohkuschelecken und Platz, Platz, Platz.

Das ist nun das vorübergehende Zuhause von Kaninchenpapa Vincent und seinen kleinen Jungs Valérie, Vidar und Vilém.

Wenn die Aussentemperaturen demnächst etwas entspannter sind, werden die Vier kastriert und wir sind froh, dass die süßen kleinen Häschen nun endlich aus ihrem engen Gefängnis heraus sind und sie nun ein artgerechtes Leben führen können.

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