Loni – bleibt in ihrer Pflegestelle


Wir danken Lonis Paten:
Hr. Wein aus Koblenz,
Fr. Klasen aus Kaisersesch

Rasse: Europäisch Kurzhaar
Geschlecht: weiblich/kastriert
Alter: unbekannt
geeignet als: Freigänger/ggfs. Wohnungskatze
Im Tierheim seit: 30.05.21

Beschreibung

16.09.2021

Loni lebt nun schon seit ca. 2 Monaten in ihrer Pflegestelle. Leider hat sich ihre Angst dem Menschen gegenüber nicht gelegt und sie wäre am allerliebsten unsichtbar ;-( Ihre Aktivitäten beschränken sich auf die Nacht, wenn wirklich Alles ruhig und dunkel ist. Zielstrebig findet sie dann ihren Futterplatz und schleckt als erstes die bereit gestellte Katzenmilch.

Sie orientiert sich gut in ihrer Umgebung und – man sieht es an den Spuren der Katzenstreu – sie liegt nachts gerne im Außenbereich :-)

Da Loni wirklich ängstlich ist und zudem eine Sehbehinderung hat, haben wir uns  entschieden, dass sie auf Ihrer Pflegestelle bleiben darf!

15.06.21
Loni durfte die Tierarztpraxis verlassen. Ihre Welpen haben nicht überlebt, aber wahrscheinlich war das die einzige Möglichkeit, um ihr eigenes Leben zu retten.
Ihr Katzenschnupfen ist zum Glück viel besser geworden, sodass wir hoffen, dass sie ihr Augenlicht behalten kann. Sie lässt sich zum Glück die Medikamente ohne Probleme verabreichen, aber sie ist in Gefangenschaft sehr gestresst. Sie versteckt sich den ganzen Tag und sobald wir sie anfassen, erstarrt sie zu Stein. Es ist so traurig dies mit anzusehen, weshalb wir uns für Loni ganz liebe Menschen mit ganz viel Einfühlungsvermögen wünschen, die ihr vielleicht eine Pflegestelle oder auch einen Endplatz anbieten können, wo sie zunächst ein eigenes Katzenzimmer bewohnen darf und wer weiß, vielleicht fasst sie irgendwann Vertrauen.
Aber das können und wollen wir nicht versprechen!

02.06.21
Es gibt gute und auch schlechte Nachrichten. Loni hat den Kaiserschnitt überlebt, doch ihre Welpen waren allesamt noch nicht lebensfähig und sind leider verstorben. Loni hat sich gut von dem aufwändigen Eingriff erholt und hat sogar selbständig gefressen und ihr Allgemeinzustand hat sich etwas verbessert. So hoffen wir, dass wir wenigstens ihr Leben retten können 😢

01.06.21
Loni (so nennen wir die arme Fundkatze aus Lonnig) geht es nicht wirklich besser. Ihr Zustand war gestern so schlecht, dass sie stationär aufgenommen werden musste. Sie ist noch nicht fähig zu stehen oder zu gehen und das kurz vor der Geburt von 5 Welpen. Die Tierärzte haben nun beschlossen, die Welpen per Kaiserschnitt zu holen, da die Herzfrequenzen der Kleinen schwächer werden. Unvorstellbar, was diese Katze gerade alles durchmachen muss. Sie ist selbst zu krank, um ihre Welpen auf natürliche Weise zur Welt zu bringen. Wir möchten nicht aussprechen, wie wütend wir über ihren „Besitzer“ sind, der sie unkastriert in diesen schlimmen Zustand hat kommen lassen. So eine arme geschundene Seele. Bitte drückt die Daumen, dass alles gut geht!!!

30.05.21
Heute wurde uns eine Katze gebracht die in der Nähe des Feuerwehrhauses in Lonnig aufgegriffen wurde.
Eine Frau aus Ochtendung sah das arme Tier in einem Gebüsch kauern.
Zusammen mit ihrer Tochter konnte sie die Katze dort heraus „ziehen“. Sie war in einem derart schlechten Zustand, dass sie in ihrer Hilfsbereitschaft eine Tierklinik anriefen und um Hilfe baten.
Dort wurde ihr gesagt, dass wenn sie die Katze bringen, sie auch die Kosten tragen müssten, sonst könnten sie sie nicht behandeln!
Die Frau erklärte, dass sie die arme Katze doch nur zufällig gesehen hätte und sie sie doch nicht so hätte liegen lassen können.
Von Seiten der Klinik hieß es, dass sie sich an die Polizei wenden soll.
Die Polizei sagte richtiger Weise, dass sie für Behandlungskosten von Fundtieren nicht aufkommen könnten.
Dann fiel der Frau ein, dass es ja in Mayen ein Tierheim gibt und so fuhr sie umgehend zu uns.
Der Anblick der Katze veranlasste uns, dass sie sofort in eine Tierarztpraxis gebracht wurde.
Wir stellten eine Fundtieranzeige aus und versicherten der Finderin, dass wir selbstverständlich alle anfallenden Kosten zahlen würden.
Es gilt dieser Frau von Herzen zu danken, dass sie trorz der Ablehnungen zu helfen, nicht auf gab und schließlich den Weg zu uns fand!
Wir möchten an dieser Stelle kein Foto der Katze veröffentlichen. Sie sind einfach im Moment zu furchtbar.
Fakt ist: Die Katze ist derart dünn, dass die Wirbelsäule sichtbar ist.
Sie ist extrem verschnupft, sodass sie kaum atmen kann, ihre Augen sind vereitert und geschwollen und bei all dem Elend: das arme Bündel Elend ist hoch tragend!
Leider ist in Lonnig ein „Hotspot“ unkastrierter Katzen, obwohl dort, wie in der gesamten Verbandsgemeinde Maifeld, eine Kastrations- und Kennzeichnungspflicht. Doch das wurde und wird von der Gemeinde nicht publik gemacht, geschweige denn verfolgt.
Noch im letzten Sommer/Herbst haben wir im Bereich Kirchstraße etliche Wildlinge eingefangen, kastrieren lassen und einige Katzenkinder im Tierheim aufgenommen.
Doch wenn niemand vom Ort aktiv mit hilft, auch wenn es nur durch anfüttern ist, dann ist es schier unmöglich alle unkastrierten Katzen unfruchtbar machen zu lassen.
Das arme Tier das heute in diesem elenden Zustand und dabei noch hoch tragend zu uns gebracht wurde, ist ein trauriges Opfer dieses „wegschauens“!
Und dann noch eines: Der Arzt oder Ärztin der Tierklinik die die um Hilfe bittende Frau derart eiskalt abgewiesen hat, sollte einmal darüber nachdenken welchen Eid er/sie abgelegt hat!!!
Zumal diese Tierklinik weiß, dass im Bereich Lonnig das Tierheim Mayen für Fundtiere zuständig ist und in dem Fall alle Kosten übernimmt.
Wir hoffen so sehr, dass die ausgemergelte, kranke, hochtragende Katze überlebt und ihre Welpen bekommen kann!
Wir sind entsetzt und traurig, dass Hilfe verwährt wurde, weisen jedoch ausdrücklich darauf hin, dass wir weder den Ort, noch den Namen der Tierklinik benennen!

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