Das erschütternde Ergebnis unkastrierter Katzen :-(


Madita1„Man darf doch keine Katzen kastrieren lassen…“

Vor ein paar Tagen rief uns eine junge Frau an und sagte, dass sie gerne ein Katzenkind übernehmen wolle. Sie hätte unseren Facebookeintrag mit den süßen Kitten gesehen.

Im weiteren Vermittlungsgespräch, hier auf die vertraglich festgelegte Kastrationsvorgabe im entsprechenden Alter bezogen, gab sie den oben aufgeführten Satz von sich.

Man dürfe doch keine Katzen kastrieren. Das würde denen doch weh tun und sie fände es schlimm, dass wir die Katzen, die wild geboren wurden, einfangen und kastrieren lassen…wir sollten es nicht weiter tun. 

Wir trauten unseren Ohren nicht und auf Nachfrage wiederholte die junge Frau alles noch einmal.

Natürlich versuchten wir ihr zu erklären, WARUM es zwingend notwendig ist Katzen und Kater im Alter von 6 bis 7 Monaten kastrieren zu lassen, denn die alljährliche Katzenflut ungewollt geborener Katzenkinder ist kaum zu bewältigen.

Daraufhin meinte sie, dass sie nicht dumm sei und sogar Abitur gemacht hätte. 

Was das eine mit dem anderen zu tun hat blieb im Raume stehen…

Auf unsere Frage hin, was denn mit all den armen Kätzchen passieren soll, um die sich nach der Geburt niemand kümmert meinte sie: „Och, das regelt doch die Natur…“ Außerdem würden viele Katzen, wenn sie nach der Kastration wieder Freigang hätten, ihren Besitzern weglaufen, da sie es ihnen übel nehmen, kastriert worden zu sein…

Leider blieb das Gespräch fruchtlos und wir hoffen von Herzen, dass dieser Frau (deren Namen wir leider nicht kennen) niemand, aber wirklich niemand ein Tier in ihre Hände gibt. Soviel Dummheit auf einmal sucht seines Gleichen. Wirklich!

Madita2Einen Tag später wurde uns dann dieses arme Würmchen gebracht.

Ein Katzenkind, das in der Nähe von Weiler mitten in einem Feld gefunden wurde. Es war kurz davor, sein kleines Seelchen über die Regenbogenbrücke zu schicken.

Ein entsetzlich anzuschauendes, erbärmliches Kätzchen, das mit dem Tode rang.  Sehr stark verschnupft und abgemagert, beide Äugelchen vereitert, es konnte sie nicht mehr öffnen.

Natürlich brachten wir den Kleinen sofort zum Tierarzt, wo es zunächst gleich an eine Infusion gelegt wurde. 

Die verkrusteten Augenlider wurden behutsam aufgeweicht und als die Augen dann einen Spalt breit geöffnet werden konnten, konnte auch der Eiter endlich abfließen.

Einige Injektionen folgten, stationäre Beobachtung und seit vorgestern ist der kleine „Madito“ nun bei uns in der Quarantäne.

Natürlich muss er weiter behandelt werden; vor allem müssen die Äugelchen immer wieder behutsam geöffnet werden, denn aus eigener Kraft schafft er es noch nicht. Zu sehr ist alles geschwollen und entzündet.

Öffnet man die Lider nicht regelmäßig, würde das Kätzchen über kurz oder lang erblinden.

Er begann nun auch zufriedenstellend zu fressen, was auch nicht selbstverständlich ist bei derart stark verschnupften Katzen. 

Das kleine Kätzchen ist unglaublich zutraulich und jede freie Minute widmen wir ihm und hoffen, dass das kleine Seelchen bald wieder ganz gesund wird.

Und nun:

Wir hoffen SEHR,  dass die junge Frau „mit Abitur“ sich diese Bilder anschaut und den Text liest. Das wird sie sicherlich, denn sie sucht ja ein Kätzchen oder hat vielleicht schon eines….

So regelt die Natur die alljährliche Katzenschwemme.

So grausam.

Und? Können Sie Ihre Aussage noch immer unterstreichen?

Einzig und alleine die rechtzeitige Kastration von Katze und Kater verhindert solches Elend.  

Die Tierschutzvereine helfen (in einem gewissen Rahmen meist auch finanziell), wenn es um diese Kastrationen geht.

Sprechen Sie uns an. Helfen Sie BITTE mit und lassen Sie Ihre Tiere kastrieren. Und seien Sie sicher:  Es tut den Katzen und Katern bei richtiger tierärztlicher Behandlung (anständige Narkose, Antibiose gegen eventuell auftretende Entzündungen und Schmerzmittel) NICHT weh. Es ist zwingend notwendig, wenn man das Katzenelend verhindern möchte.

Können wir Ihnen helfen?  Dann scheuen Sie sich nicht, uns anzurufen unter 

02651-77438.

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