Milo – vermittelt


Rasse: Europäisch Kurzhaar
Geschlecht: männlich/kastriert
Alter: geb. ca. Mai 2019
geeignet als: Freigänger
Im Tierheim seit: 01.07.20

Beschreibung

29.07.20

Milo ist so ein wunderbarer, einzigartiger Kater. Anfänglich schüchtern und zurückhaltend streicht er um die Beine der Menschen. Doch wenn er merkt, dass sein Gegenüber selbst ruhig und vorsichtig mit ihm umgeht, dann ist Milo gleich viel lockerer und entspannter und verfolgt einen auf Schritt und Tritt. Bei Milo sind wir uns sehr sicher, dass aus ihm ein großer Schmuser werden wird. Eine Zweitkatze wäre wirklich von Vorteil, denn er ist sehr gut sozialverträglich und würde sich einen Artgenossen an seiner Seite wünschen, mit dem er zusammen auf Mäusejagd gehen kann :-) Obwohl Katzen sicherlich in der Hinsicht nicht gerne teilen würden ;-)

Milo ist ein weiterer Sohn von Katzenmama „Mia“. Weiter unten lesen Sie, wie die drei Katzen zu uns in Tierheim kamen.

Milo ist noch etwas schüchtern und versteckt sich gerne. Mit anderen Artgenossen ist er sehr sozial, sodass es wirklich toll wäre, wenn er als Zweitkatze vermittelt würde. Der hübsche, junge Kater ist ein Sensibelchen, laute Geräusche und hektische Bewegungen sind gar nichts für ihn. Zumindest verhält er sich noch so, als habe er einfach große Angst vor allem Unbekannten. Das wird natürlich in einer neuen Familie deutlich besser werden, doch im Moment ist er noch ein Angsthase. Aber schmusen kann er jetzt schon wie ein Großer.

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Wir dürfen vorstellen: Der kleine Mann heißt nun „Mika“ :-) Mama Mia und Wonneproppen Mika haben die erste Nacht gut überstanden. Der Appetit ist da, doch zu uns Menschen fehlt noch das Vertrauen, sodass die beiden uns weiterhin sehr suspekt finden. Aber das kommt schon noch. Wir lassen ihnen die Zeit, die sie brauchen.

Die beiden Katzen sind nur zwei von insgesamt vier Fellnasen, die Schutz in einem unbewohnten Haus suchten, welches in dieser Woche abgerissen wird.

Letzte Woche meldete sich eine Dame verzweifelt bei uns, dass sie zur Zeit eine Katzenmama und drei weitere Katzen füttere, die in ihrer ehemaligen, nun leerstehenden Wohnung einen Rückzugsort gefunden hatten. Sie selbst wohne nun gegenüber und da ihr das zuvor Haus gehörte, hatte sie noch weiterhin Zugang und entdeckte Anfang April die Katzenfamilie. Sie nahm sich viel Zeit, um Vertrauen zu den Tieren aufzubauen, sodass sich die Katzenmama Mia sogar von ihr streicheln ließ. Sie zählte insgesamt 4 Katzen, die dort durch ein Fenster immer wieder ein- und ausgingen. Letzte Woche Montag erfuhr sie dann vom neuen Hauseigentümer plötzlich, dass das komplette Gebäude abgerissen wird. Er wusste bisher nichts von der Familie, denn die Frau hatte Angst um die Katzen, dass man sie einfach vor die Tür setzen würde und so bat sie uns um Hilfe. Da sie selbst erkrankt ist, fuhren wir an drei aufeinanderfolgenden Tagen immer wieder dorthin, um Fallen aufzustellen, um die Katzenfamilie sichern zu können. Die Fangaktion war wie verhext, denn zweimal wurde uns ein Strich durch die Rechnung gemacht. Die Dame arbeitete wunderbar mit und schaffte es an Tag 1, alle Katzen in einem Raum einzusperren, sodass sie keine Fluchtmöglichkeit nach draußen hatten. Als unsere Kollegin abends nach ihrem Dienst dorthin fuhr, um die Fallen für die erste Nacht zu postieren, stand das Fenster auf das angrenzende Wellblechdach weit offen und alle Katzen sind geflüchtet. Dies war natürlich sehr ärgerlich, da hinter einer Fangaktion immer ein entsprechender Aufwand steckt. An Tag 2 passierte genau dasselbe. Die Katzen konnten zum Glück wieder reingelockt und eingesperrt werden. Nun musste die Kollegin wieder schnell sein und fuhr Montagnachmittag sofort los, um die Fallen zu stellen. Angekommen am Ort des Geschehens fand sie wieder ein weit geöffnetes Fenster vor und die Katzen waren wieder allesamt weg – bis auf den kleinen Mika. Er hatte sich in einer Zimmerecke versteckt und seine Mama schrie kläglich vom angrenzenden Wellblechdach und wollte ihn rauslocken. Doch wir konnten Mika schnell sichern und zum Glück konnte die Dame, die weiterhin kräftig mithalf, die Mama ins Gebäude locken, sodass auch sie gefangen werden konnte. So waren Katzenmama Mia und Mika in Sicherheit. Mika kam montags bereits zu uns ins Tierheim. Seine Mutter wurde zur Kastration zum Tierarzt gebracht und ist seit gestern wieder mit ihrem Sohnemann vereint. Über Nacht von Montag auf Dienstag ging noch der Papa in die Falle, der aber in die Nachbarschaft gehört und dort weiterhin leben darf. Nun fehlt noch ein Halbwüchsiger und so hoffen wir, dass wir auch ihn bald mit der Falle einfangen und sichern können.

Es ist immer wieder so, dass Fangaktionen manipuliert werden oder die Menschen die Notwendigkeit der so wichtigen Kastration mit Händen und Füßen treten. Wann wacht ihr endlich auf? Erst wenn 30,40 Katzen um euer Haus herumstreunen. Dann dürfen wir helfen bzw. sollen wir helfen und alles auf unsere Kappe nehmen. Das ist einfach ärgerlich.

Bitte meldet euch, wenn ihr bereits jetzt Tiere seht, die offensichtlich kein Zuhause haben und zu klären ist, ob eine Kastration erfolgen muss. Denn sonst nimmt alles seinen Lauf und es werden ungewollte Katzen geboren, die wiederum geschlechtsreif werden und so beginnt der ganze Rattenschwanz des Katzenelends.

Gerne helfen wir, unkastrierte Tiere zu fangen und kastrieren zu lassen. Bitte sprecht uns darauf an.

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