Laylo – er braucht einen verlässlichen Partner an seiner Seite


Wir danken Laylos Paten:
Fr. Eulenbruch aus Ettringen;
Fr. Eklund aus Riol;
Fr. Lächele aus Orsfeld;
Fr. Rüffer aus Ettringen;
Fr. Stein aus Kaisersesch

Rasse:Mischling
Geschlecht: männlich
Alter: geb. 2016
Schulterhöhe: ca. 55 cm
Im Tierheim seit: 28.12.2019

29.03.20

Heute sendet euch der hübsche Laylo einen Abendgruß. Haltet weiter durch. Passt auf euch und eure Familien auf und schützt die Schwachen. ❤️ Gemeinsam schaffen wir es!

Der gute Bursche Laylo ist nun schon eine Weile bei uns und die Routine im Tierheim tut ihm wirklich gut. Laylo braucht einen routinierten Tagesablauf, feste Regeln und dann ist für ihn die Welt in Ordnung. Sobald sich etwas ändert, Dinge geschehen, die er nicht kennt oder die ihn verunsichern, wird er panisch, nervös und weiß nicht mehr, wie er aus dieser Unsicherheit herauskommt.

Für Laylo wäre perfekt, wenn es nur einen oder maximal zwei Menschen geben würde, die ihm souverän zeigen, dass man auch als unsicherer Hund in dieser Welt bestehen kann. Dass, was die Menschen bei ihm falsch gemacht haben, kann man nie wieder ganz heilen, aber man kann ihn ein Stück weit wieder zu einem ausgeglichenen Vierbeiner machen, der große Freude am Leben hat.

Eine Aufgabe, die lösbar ist, aber leider gibt es nur wenige Menschen, die sie sich zutrauen.

Wir hoffen, dass es auch für Laylo bald einen ernsthaften Interessenten geben wird.

04.03.20
Laylo ist ja nun schon eine Weile bei uns und wir können ihn schon wesentlich besser „lesen“, als zu Beginn. Laylo hat leider noch viel nachzuholen. Er ist grundsätzlich ein eher unsicherer Hund, der eine klare Führung einer Bezugsperson braucht, der er vertraut. Wenn ihm was nicht passt, sei es zum Beispiel, dass er auf dem Spaziergang einen anderen Weg einschlagen möchte und der Zweibeiner dies aber nicht will, so wird geknurrt. Das war bisher seine Taktik, die aber bei uns keine Wirkung mehr zeigt. Wir gehen dann einfach weiter und ignorieren sein Verhalten. Dies akzeptiert er sofort.
Laylo braucht einen Menschen, zu dem er zu hundert Prozent Vertrauen hat. Er schreit förmlich nach Sicherheit, Halt und einem selbstbewussten Zweibeiner, der ihn genau zu lesen weiß. Laylo kann so ein lieber, anschmiegsamer und verspielter Hund sein, aber es braucht Zeit diesen Menschen zu finden, der mit ihm gemeinsam das nachholen möchte, was er bisher leider verpasst hat. Ein sicheres Umfeld, Routine im Alltag und ganz viel Sicherheit – das braucht Laylo.

7.1.20.
Laylo´s Leid ist von Menschen gemacht. Wie so oft im Tierleben.
So wie mit diesem armen Hund umgegangen wurde, das ist seelische Grausamkeit.
Doch von vorne und das, was wir sicher wissen:

Laylo kam als ganz junger Hund durch eine Tierschutzorganisation aus Rumänien zu uns.
Er kam in eine Pflegestelle, die ihn schließlich auch behalten wollte, weil er dem Gemütszustand der Frau „gut tat“. Doch dann verschwand Laylo irgendwie. Nicht wirklich, doch er wurde fast nur noch als eine Art „Phantom“ wahrgenommen.
Er lebte mit 3 erwachsenen Personen in einer Souterrainwohnung und nur durch sein Weinen und das viele Bellen wussten die Mitbewohner des Mietshauses, dass es „dort unten“ einen Hund gibt.
Einmal wurde er allerdings kurz gesehen, als er sich auf dem Vorplatz einer Kirche erleichtern konnte.
In dem Ort gibt es eine große „Hundewiese“, auf der sich täglich viele Hundebesitzer mit ihrem vierbeinigen Lieblingen treffen, doch niemand hat Laylo mit seinem Frauchen dort jemals gesehen. In 3 langen Jahren nicht. Auch wenn diese anderes behaupten.

Nach Aussage der Mitbewohner stank es fürchterlich im Treppenhaus, jedes klärende Gespräch mit den Hundehaltern wurde schroff abgelehnt. Offenbar wurde in den 3 Jahren, die Laylo in dieser Familie war, von seiten der Tierschutzorganisation, die ihn vermittelte, auch keine Nachkontrolle durchgeführt, sonst wären diese extremen Missstände aufgefallen und man hätte den Hund wieder zurückfordern können.

Nun kam der 28.12.2019.
Ohne vorherige Absprache standen nun die Besitzerin von Laylo und deren Eltern bei uns im Büro des Tierheimes.
Sie wollten den Hund abgeben, er hätte die erwachsene Tochter gebissen und wenn wir ihn nicht abgeben könnten, jetzt und sofort, dann würden sie ihn draußen am Tor anbinden.
Wir baten, dass die Frau uns doch die Bisswunde zeigen möge, was sie auch tat. Jedoch sahen wir lediglich einen blauen Fleck, von eine Bisswunde nichts, aber auch rein gar nichts zu sehen.

Ein sehr unangenehmer Wortwechsel folgte, doch um des Wohl des Hundes bangend, übernahmen wir ihn dann schließlich. Die Familie übergab uns die Papiere bzw. den Vertrag, den sie vor 3 Jahren mit der Tierschutzorganisation, von der sie Laylo übernahmen, abgeschlossen hatten und zogen von dannen.

Aufgrund der Papiere, die uns übergeben wurden, nahmen wir Kontakt mit der 1.Vorsitzenden des Vereines auf, berichteten von der unangenehmen Geschichte und vor allem dass nun dieser Hund, von der Organisation vermittelt, quasi „auf der Straße“ stand.
Wir arbeiten seit fast 2 Jahrzehnten mit Auslandsorganisationen hervorragend zusammen, doch das was nun mit dieser Organisation passierte, haben wir noch nie erlebt.
Normalerweise nehmen seriöse Tierschutzvereine- und organisationen die von ihnen vermittelten Hunde zurück, wenn es aus welchen Gründen auch immer, Probleme gibt. Es ist eine Selbsverständlichket, denn das Wohl der Tiere ist immer oberste Priorität!
Doch wohl nicht so bei diesem Verein.
Sie nahmen Laylo nicht zurück! Sie hätten auf die Schnelle keinen Pflegeplatz frei, hieß es. Sie könnten nur Vermittlungshilfe leisten. Auch eine vorübergehende Unterkunft in einer Hundepension, mit der der Verein hier in der Gegend zusammenarbeitet, war keine Option für die 1. Vorsitzende, schließlich sind sie nicht für das Problem der Familie und somit auch nicht für den Hund verantwortlich. Es sei ja nicht mehr ihr Hund.
Wir erklärten, dass auch im Tierheim Mayen momentan kein Platz frei sei, zumal wir immer einen Notplatz für Fundhunde frei halten müssen (und Silvester stand bevor).
Nein, sie hätten keine Möglichkeit Laylo zu helfen. Fertig…
Wir ersparen uns weitere Worte, ob der Seriosität dieser Organisation, die auch weiterhin Hunde aus dem Ausland nach Deutschland vermittelt.
Wir fragen uns, was mit den Hunden geschieht, die vermittelt werden, nach einer Weile nicht mehr gehalten werden (können) und dann nicht mehr zurückgenommen werden. Was soll aus diesen Hunden passieren. In den letzten zwei Wochen hatten wir 3 solcher Anrufe. Hund aus einer Pflegestelle übernommen, nun gibt es Probleme und der Verein kann ihn nicht mehr zurücknehmen. Und was passiert nun mit diesen Hunden, denen man eine Zukunft bei uns versprach???
Laylo hatte offenbar noch Glück im Unglück, dass wir ihn trotz mangelnden Platzes aufnahmen.
Allerdings für uns mit der Sicherheit, dass sich die Organsation um „ihren“ Hund kümmert.

Doch so kann man sich in nach außen seriös erscheinenenden Vereinen täuschen!

Zurück blieb ein Häufchen Elend, das vor Angst unter sich machte.
Ein völlig verängstigter Hund, der sich im Hundehaus unter das Liegebett verkroch und zunächst nicht mehr darunter heraus kam. Er verweigerte das Futter, ging nur in der Dämmerung nach draussen in den Freilauf, um sich zu erleichtern und um dann wieder unter dem Liegebett zu verschwinden.

Wir ließen Laylo Zeit. Bedrängten ihn nicht. Boten ihm mit der Hand zunächst Nassfutter an, das er dann auch fraß.
Einige Tage dauerte es, bis der Hund sich aus seinem Versteck heraus traute.
Es war furchtbar dieses Bündel Angst zu betrachten.
Was mag dieser arme Kerl in den vergangenen drei Jahren erlebt haben?

Nach rd. 1 Woche konnten wir Laylo ein Brustgeschirr anlegen und ein erster Spaziergang mit einer Mitarbeiterin, genoss er sichtlich, doch immer noch extrem unsicher.
Auf der Auslaufwiese läuft er mittlerweile mit hoch erhobenem Schwanz, schnuppert, markiert, schnuppert, hält die Nase in die Luft und man hat das Gefühl, dass er eine solche Freiheit, so viel Luft und Licht noch nie erlebt hat.
Mittlerweile macht er gerne lange, ausgiebige Spaziergänge, allerdings muss man ihn dabei noch völlig in Ruhe lassen. Jedes anfassen, jede hektische Bewegung erschreckt ihn zutiefst.

Es wird noch ein langer Weg sein bis Laylo richtig in unserem und vor allen Dingen in seinem Leben angekommen ist.
Ein langer Weg, der jedoch mit viel Geduld und Liebe letztendlich ans Ziel führen wird. Da sind wir uns sicher.

Für die Reise bis zu einem angstfreien, glücklichen Hundeleben suchen wir für Laylo liebe Paten, bzw. Patinnen.
Es werden in den nächsten Monaten diverse Tierarztkosten anfallen, wir möchten ihm ein paar Annehmlichkeiten bieten, die wir aus unserem sowieso schon straffen Etat nicht anschaffen könnten. Es müssen Impfungen aufgefrischt werden und eine ordentliche Parasitenprophylaxe erfolgen, was in drei Jahren versäumt wurde…

Sollten Sie ihm zur Seite stehen wollen, so können Sie ein entsprechendes Patenschaftsformular hier auf der Seite ausdrucken. Auf der Hauptseite in der oberen Leiste finden sie es unter „Ihre Hilfe“.
Oder rufen Sie uns einfach an unter 02651-77438.
Dankeschön!

Print Friendly
Zurück zu: Hunde
Zurück zu: Sorgenkind