Jack – todtraurig und seine Welt nicht mehr verstehend


Wir danken Jacks Patin:
Fr. Schenk-Baumgärtel aus Brieden

Rasse: American Bulldog
Geschlecht: männlich
Alter: geb. 2010
Schulterhöhe: ca. 58 cm
Im Tierheim seit: 25.11.2019

Beschreibung

10.02.20

19:30 Uhr

Erstmal vorweg. Jack hat den Tierarztbesuch mit Bravour überstanden. Unsere Tierärztin ist ja generell schon von ihm begeistert, aber heute durfte er noch weitere Tierärzte verzücken und mit seinem ruhigen, liebevollen Wesen beeindrucken. Er wurde in alle mögliche Positionen gedreht, um alles Mögliche schallen zu können und Jack hat die Tortur ohne mit der Wimper zu zucken über sich ergehen lassen und das nicht nur, weil er erschöpft ist. Er ist generell beim Tierarzt gelassen und total entspannt. Ein wirklich angenehmer, dankbarer Patient.

Positiv ist, dass sein Herz gesund ist!!! Dort wurde nichts gefunden, wie anfangs vermutet.

Besorgniserregend ist jedoch seine Prostata. Dort ist ein entzündliches Geschehen im Gange, auf das die erhöhten bzw. erniedrigten Parameter im Blut zurückzuführen sind.

Er wird nun zwei Wochen lang mit einem Antibiotikum therapiert, in der Hoffnung, dass damit die Entzündung in den Griff zu bekommen ist. Wir werden weiter berichten! Nun hoffen wir, dass Jack eine ruhige Nacht hat, da er sicherlich erschöpft vom heutigen Tage ist.

07.02.20

Auweia – Nur der Nilpferdverband konnte Jack über den fiesen Piekser hinwegtrösten.

Jack war gestern beim Tierarzt. Stolz wie Oskar saß er im Auto einer Kollegin und genoss sichtlich die Abwechslung vom Tierheimalltag. Endlich mal raus aus der Bude und was anderes sehen. So fuhren die beiden zu unserer Tierärztin, die schon auf unseren liebevollen Bollerkopf wartete. Jack ist wirklich ein sehr angenehmer Patient, denn ihn bringt so schnell nichts aus der Ruhe. Ab auf den Tisch und schon wurden einige Röhrchen mit Blut gefüllt, denn ein Test auf Allergien stand an. Leider wissen ja viele Bollerkopf-Fans von euch, dass Bulldoggen sehr häufig unter blöden Allergien leiden und so auch unser Jack. Da die Futterausschlussdiät keinen zufriedenstellenden Erfolg zeigte, müssen wir nun Klarheit haben. Jack war megatapfer, aber er bestand auf ein schönes Pflaster, schließlich musste er im Tierheim den anderen zeigen, wie mutig er gewesen ist.

Im Tierheim angekommen fiel er erstmal in einen Tiefschlaf, nachdem er sich von den anderen bewundern und feiern lies. Diesen Triumph, den Tierarzt überlebt zu haben, konnte er sich schließlich nicht entgehen lassen.
Die Trockner- und Waschmaschinengeräusche in der Küche störten ihn überhaupt nicht, sondern wiegten in noch tiefer in das Lummerland.

Nun warten wir mal das Ergebnis ab. Ach ja wir haben in einem auch die Organwerte überprüfen lassen und werden berichten, wie es um den guten Jungen steht.

06.02.20

52DBFCFA-006D-4699-9BFE-06AE44398B50Gräfin Angel ist es eigentlich gar nicht recht, wenn ihr Bettchen von anderen Hunden genutzt wird, aber für unseren traurigen JACK macht sie da eine Ausnahme.

Wir können dabei zusehen, dass er von Tag zu Tag trauriger wird. Wir möchten nicht sagen, dass er sich aufgegeben hat, aber er wirkt so teilnahmslos, müde, antriebslos und einfach nur traurig, tieftraurig. Es ist so schlimm, wenn man weiß, dass der American Bulldog Rüde die Nähe zu uns Menschen so liebt und wir sie ihm nur begrenzt geben können.

Er genießt seine Zeit abends in der Küche. Dann dauert es keine 5 Minuten und er fällt in eine Art Tiefschlaf. Der ganze Ballast, der ganze emotionale Stress, der tagsüber auf ihm lastet, ist dann vergessen und er entspannt.

Wir suchen wirklich dringend jemanden, der ihm ein Zuhause geben kann. Wie gesagt ist er absolut unverträglich mit anderen Tieren und sollte aufgrund seiner Kraft auch nur zu Familien vermittelt werden, deren Kinder im jugendlichen Alter sind.
Seine Unverträglichkeit mit anderen Tieren macht seine Liebe zu uns Menschen wett.
Er liebt uns Zweibeiner so sehr, dass es weh tut ihm im Tierheim nicht die Nähe geben zu können, die er so dringend braucht.

Es muss doch zu schaffen sein, ihm wieder eine Familie zu schenken ❤️

26.11.19

Das sind auch für uns Tierheimmenschen mit die schlimmsten Situationen:

Da leben Tiere wohlbehütet viele, viele Jahre bei ihren Menschen, dann ändern sich die Lebensbedingungen und die Tiere müssen abgegeben werden. Und wenn sich niemand im Verwandten- oder Bekanntenkreis findet, ist der letzte Weg das Tierheim.

So erging es gestern Jack und seinen beiden Freunden, die Katzen Eddy und Gisela.
Ihre Besitzerin erkrankte schwer und konnte sich nicht mehr um ihre Lieblinge kümmern.

Jack, die freundliche Bulldogge mit dem bezaubernden „Bollerkopf“ versteht seine Welt nicht mehr.
Im Tierheim angekommen, war er über Stunden zunächst wie versteinert. Er wartete, dass man ihn wieder aus dem Hundehaus holt und er mit Frauchen wieder nach Hause darf.

Seine sowieso schon traurigen Augen wurden immer „leerer“ als er spürte, dass er nicht mehr abgeholt werden würde.
Wie ein verlassenes Kind saß er auf seinem Hundebett und traute sich nicht, sich ab zu legen.
Die um ihn fremde, laute Welt tat ihm weh.

9 lange Jahre waren sein Frauchen und Jack zusammen. 9 lange Jahre war seine Welt in Ordnung, die nun in Trümmern vor ihm liegt.

Jack lebte, wie bereits erwähnt, mit Katzen zusammen, ist uns Menschen gegenüber lieb und aufgeschlossen, nur mit Artgenossen muss man etwas vorsichtig sein.

Nun hoffen wir sehr, dass der traurige „Bollerkopf“ bald in eine neue, glückliche Zukunft starten kann.
Dass das für ihn gruselige Hundehaus im Tierheim bald Vergangenheit für ihn sein wird.
Wir vermitteln Jack nur als Einzelhund!

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