Biene – wir haben um dich gekämpft! – unvergessen


Bienes Schicksal ist für uns kaum zu ertragen. Wir ringen um Worte, mit Tränen in den Augen und einem Kloß im Hals. Nächte mit Albträumen plagen uns. Wir alle sind tief erschüttert. Biene du bleibst unvergessen!

Rasse: Terriermix
Geschlecht: weiblich
Alter: vermutlich schon etwas älter
Schulterhöhe: ca. 40 cm
Im Tierheim seit: 05.11.2019

Beschreibung

13.11.19

Feige, ganz feige hat man dich als Fundhund hier abgegeben. Wir wussten nichts über dich. Noch nicht einmal, welchen Namen du trägst. Als man dich aus dem Auto hob, hast du aus Panik geschrien, dich gewindet, du wolltest einfach nicht weg von deinen Menschen. Es war einfach furchtbar mit anzusehen, wie sehr du darum gekämpft hast, bei deiner Familie bleiben zu dürfen. Es brach uns das Herz.

Du hast dich nicht von uns anfassen lassen, warst in einer Art Schockstarre und als wir abends heimfuhren, weintest du ganz leise und niemand konnte dir erklären, was passiert war. Einsam und zurückgelassen, umgeben von Hunden in den Nachbarzwingern und Geräuschen, die dir fremd waren.

Biene, den Namen gaben wir dir. Fortan sollte dein neues Leben beginnen. Weg mit dem alten Ballast und dem alten Leben, es hätte sowieso nichts gebracht, daran festzuhalten, wenn man so gar nichts von dir wusste. Aber was wir wussten, war, dass an er ganzen Geschichte etwas faul war…

Am nächsten Morgen lernten wir dich besser kennen und du hast dich endlich geöffnet. Bei der Büroarbeit warst du ganz nah mit dabei, denn flupp hast du auf einem Stuhl gesessen und die Nähe zu uns gesucht. Du scheinst schon eine ältere Terrier-Dame gewesen zu sein, denn deine Zähne waren nicht mehr die schönsten. Biene, was würde ich dafür geben, wenn du jetzt hier neben mir auf dem Stuhl sitzen würdest.

Am Mittag ist Biene in eine Auseinandersetzung mit einem anderen Hund geraten und wurde dabei schwer verletzt. Sie wurde sofort notoperiert und wir kämpften drei Tage an deinem Bett um dein Leben. Du hast direkt alle Herzen der Ärztinnen und Tierpfleger erweicht, du konntest nicht anders, als anderen ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern. Du hast die erste Nacht überlebt, wir atmeten auf, obwohl die Ärzte bereits sagten, dass du noch nicht über den Berg bist. Am zweiten Tag kam dann der Einbruch, deine Wunden entzündeten sich und deine Nieren versagten endgültig. Wir konnten und wollten dich nicht weiter leiden lassen. Das hattest du nicht verdient. Nein.

Wir nahmen im Stillen Abschied von dir. Wir kannten dich nicht lange, aber lange genug, um auch dich in unseren Herzen weiterzutragen!

Biene wir vermissen dich! Es tut uns leid! Bitte verzeih uns, dass wir nicht mehr für dich tun konnten!

 

6.11.19

Diese kleine Fundhündin wurde uns gestern Nachmittag gebracht. Gefunden hätte man sie auf dem Rastplatz Martental an der A48 bei Landkern/Neuhof.

Wer kennt oder vermisst sie? Leider ist sie nicht gechipt.

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