Die traurige Geschichte vom verlassenen Seelchen :-(


Püppi

Gut einen Monat ist es her, dass dieses winzige Etwas auf seinen spargeldünnen Beinchen an der viel befahrenen Straße Nähe der Delius Kasere Mayen, entlag tippelte.

Ziellos, desorientiert und einfach nur laufend, laufend, laufend.
Ein Autofahrer wurde schließlich auf das hilflose Hündchen aufmerksam, nahm es behutsam in seine Obhut und brachte es zu uns ins Tierheim.

„Püppi“, wie sie fortan genannt wurde, traute man sich kaum anzufassen, so filigran ist sie.
Doch was tun? Wir konnten unmöglich das zitternde, winzige Bündel Hundchen bei uns im Hundehaus einquartieren. Püppi wirkte so verloren, dass es uns bis ins Mark traf.
Eine kurze Erstuntersuchung ergab, dass keine Verletzungen oder sonstige akuten Dinge vor lagen. Wenigstens das…!

Wie es das Schicksal so wollte, kam an dem Nachmittag die liebe Elke zu uns. Sie hat immer wieder Katzenmütter bei sich zur Pflege, die bei ihr ihre Welpen in Ruhe groß ziehen können bis sie vermittelt werden, die Mama kastriert wird und dann auch in ein neues Zuhause umziehen darf.
Elke brachte an besagten Nachmittag die Katzenkinder zum Chippen und sah in einem Körbchen im Büro die winzige Püppi, ganz in sich zusammen gekauert, liegen.

Spontan entschied sie sich die Kleine mit nach Hause zu nehmen, bis dass sich der Besitzer gemeldet habe. „Man kann sie doch nicht im Tierheim lassen,“ meinte sie erschüttert beim Anblick des Häufchen Elend.
Uns fiel ein Stein vom Herzen!
Wir fotografierten Klein-Püppi noch und dann zog sie mit Elke von dannen.

Bei facebook und auf unserer Homepage wurde das Foto des Hundchens veröffentlicht, in der Hoffnung auf diesem Weg die Halter zu finden.
Doch nichts tat sich.
Niemand, aber auch wirklich niemand kannte Püppi, geschweige denn dass sich ihre Besitzer gemeldet hätten.

Wir waren fassungslos.
Die Hunde fallen doch nicht vom Himmel!
So ein Winzling tippelt doch nicht von selbst an einer stark befahrenen Straße entlang, weit ab von jeglichem Wohnviertel.

Nun sind mehr als einen Monat vergangen und haben nun keine Hoffnung mehr, dass Püppi je wieder zu „ihren Menschen“ zurück kann.

Auf Dauer konnte die Kleine nicht bei Elke bleiben, das sie vollzeit berufstätig ist, und so kam unsere liebe Anette hinzu.
Anette nimmt seit vielen, vielen Jahren alte, kranke, oder nicht ganz so“einfache“ – meist kleine – Hunde bei sich auf.
Egal in welchem Zustand sie sind, egal ob sie viel Arbeit bereiten werden, sie ist immer zur Stelle wenn wir einen Langzeitpflegeplatz benötigen.

So übernahm sie Püppi ohne Wenn und Aber und sie wird den Winzling bis zu deren Lebensende zur Pflege behalten.
Etwas besseres konnte dem Hundchen nicht passieren, da ihre Besitzer sie ja ganz offensichtlich nicht mehr wollten.

Ein Besuch beim Tierarzt ergab:
Püppi ist etwa 13 – 14 Jahre alt, wiegt 1.600 Gramm (!), hat sehr schlechte Zähne, das Herzchen ist noch relativ stabil und die Inkontinez musste nicht erst diagnostiziert werden, die hatte Anett längst bemerkt, hat sie doch nun immer einen Putzeimer mit frischem Wasser in der Nähe stehen ;-)
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Anette nahm sie nach der Untersuchung wieder mit nach Hause, ein Termin zur Zahnsanierung stand, doch nun sollte Püppi zunächst einmal zu sich kommen, ihre Lethargie ablegen und spüren dass ihr nun nichts schlimmes mehr geschehen wird.

Ja, es gibt jährlich unzählige von Fundtieren jeglicher Art. Sie alle fallen nicht vom Himmel und hatten einmal Menschen die sich für genau diese Tier entschieden, das sie später dann nicht mehr wollten.

Dass man aber einen solchen, betagten Winzling einfach mitten im Niemandsland aussetzt, bedarf einer Herzlosigkeit die einem die Luft nimmt.

1.600 Gramm, auf winzigen Beinchen, dazu noch mit dunkler Fellfarbe, kann man als Autofahrer schon leicht übersehen. Es ist ein großes Glück, dass die Kleine nicht überfahren wurde.

Mittlerweile wurden Püppi einige Zähne gezogen, der massive Zahnstein entfernt und in Narkose die überlangen Krallen gekürzt. Und sie hat alles gut überstanden. Wir sind so froh!!!

Das verlorene Seelchen hat nun endlich wieder Heimat und eine Identität.
Das verlorene Seelchen ist nicht mehr verloren, sondern bei einer „Pflegemama“ mit ganz viel Herz, die alles, aber wirklich alles tun wird, dass Püppi ihre restliche Lebenszeit behütet und beschützt leben darf.
Egal ob inkontinent, oder nicht; Anett meint dann nur lächelnd:“ Es gibt doch Einwegunterlagen und Putzwasser.“
Solche Menschen braucht der Tierschutz!!!

Und wir brauchen Paten! Paten / Patinnen für Püppi.
Wir möchten ihr ein spezielles Minibettchen kaufen, wir möchten ihr soviel Annehmlichkeiten wie möglich bereiten.
Wenn Sie Püppi`s Patin oder Pate werden möchten, würden wir uns sehr für sie freuen!
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Einen Patenschaftsbogen erhalten Sie gerne im Tierheim, oder sie können ihn sich auf der Homepage hier ausdrucken.
Gerne nehmen wir auch einmalige Spenden für das betagte Mädchen entgegen. In diesem Fall als Verwendungszweck bitte : “ Verlorenes Seelchen“ angeben. Dann wissen wir, dass Sie an Püppi denken <3 Unsere Kontoverbindung lautet: IBAN: DE73 5765 0010 0000 024554 BIC: MALADE51MYN Nun möchten wir diese kleine, wahre Geschichte beenden. Ein trauriges Kapitel hat sich für sie zum Happy End gewandelt. Ihren Besitzern wünschen wir trotz allem einen Moment der Ruhe und des Nachdenkens. In Erinnerung an ihr „verlorenes Seelchen!“

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