Moritz – vermittelt


Wir danken Moritz Patin:
Fr. Schneider aus Essenbach

Rasse: Europäisch Kurzhaar
Geschlecht: männlich/kastriert
Alter: unbekannt
geeignet als: Freigänger/Wohnungskatze
Im Tierheim seit: 2.4.19

Beschreibung

2.5.19
„Moin Moin“ von unserem Moritz.

Der Kater kam aus einem überforderten Katzenhaushalt (18 Katzen waren auf engstem Raum zusammen eingesperrt). Der Kater hatte mit einem Lungenödem und Pleuraerguss zu kämpfen. Er hatte große Atemnot, war stark abgemagert und in einem lebensbedrohlichen Zustand. Er wäre unbehandelt irgendwann qualvoll erstickt.

Wir behandelten ihn nun längere Zeit mit entwässendernden Mitteln und einem Herzmedikament. Am Dienstag war Kontrolle: Lunge und Brusthöhle sind frei von Wasser und er hat schön zugenommen.

Er wird sein Leben lang Herzmedikamente bekommen müssen, aber das sollte das geringste Problem sein.

Moritz ist nun bereit für ein neues Leben ❤️ diese Chance möchte wir nun ergreifen und ihn hier vorstellen.

18.4.19

Nun wissen wir mehr über Moritz Gesundheitszustand. Er hat gestern so extrem gepumpt und gespeichelt, dass wir ihn natürlich in die Tierarztpraxis fuhren, um die Ursache zu finden. Festgestellt wurde ein Pleuraerguss sowie ein Lungenödem. Moritz Zustand ist kritisch. Um eine Herzerkrankung festzustellen, werden Lunge und Brustraum nun mehrere Tage entwässert, um mehr Aussagekraft zu erhalten. Wir hoffen, dass nichts tumoröses die Ursache ist. Das weitaus kleinere Übel wäre, dass er sein Leben lang Herzmedikamente bekäme.

Drücken wir also Moritz ganz fest die Daumen, dass er noch ein sorgenfreies Leben führen darf.

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Moritz kann im Moment noch nicht vermittelt werden. Sein Allgemeinzustand ist katastrophal. Er ist extrem dünn, ausgetrocknet und macht keinen guten Gesamteindruck. Wir versuchen ihn nun zu päppeln, haben ihn von den anderen Katzen separiert, damit wir ein besonderes Augenmerk auf ihn richten können!

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15 Katzen mussten bisher ihr Leben in kleiner Waschküche mit angrenzender Küche fristen und das in reiner Wohnungshaltung! Bekannt ist ihnen nur eine Person, die sie fütterte und das Katzenklo reinigte. Mit Fremden kamen sie bisher noch nie in Kontakt, warum es für uns auch absolut verständlich ist, dass sie gegenüber Neuem sehr verängstigt und schüchtern sind.

Ihr bisheriges Leben war alles andere als katzengerecht. Sie waren einfach nur da und man fütterte sie, damit sie überlebten, aber alles andere fehlte ihnen: Zuwendung, streichelnde Hände, tierärztliche Versorgung samt Kastration, Zeit zum Spielen und Jagen. Das gilt es jetzt in kleinen, ganz kleinen Schritten nachzuholen.

Aus diesem Haushalt nahmen wir bisher Aslan, Alexa, Amalda, Albert, Apollo, Cäsar, Caspar und Cleo auf. Seit Dienstag sind Moritz, Filou und Malou dazugekommen.

Malou ist die ängstlichste von den letzten Neuankömmlingen. Sie lässt sich leider überhaupt nicht anfassen, sondern ergreift sofort die Flucht und wird regelrecht panisch und versucht im Notfall auch anzugreifen. 

Bei uns im Tierheim werden die Katzen erst in der Nacht aktiv. Besuchen dann ihr Katzenklöchen, fressen und nehmen Kontakt zu ihren Artgenossen auf. Doch das können wir leider nur morgens anhand der sichtbaren Spuren sehen.

Für diese armen, vernachlässigten Katzen suchen wir händeringend katzenerfahrene Menschen oder Menschen, die einer dieser Katzen endlich ein erfülltes Leben schenken möchte. Am Anfang brauchen sie wirklich nicht viel. Das wichtigste sind Zeit und Geduld und wer damit schon mal Erfolge erlebte, weiß, dass es sich lohnt!

Von den bereits vermittelten Katzen haben wir bisher nur gute Resonanz bekommen. Aslan ist komplett aufgetaut, lässt sich streicheln und sitzt morgens schon als erster am Frühstückstisch. Apollo spielt mit Baldriankissen und liegt abends langgestreckt vor dem wärmenden Ofen und all das nur nach einigen Tagen im neuen Zuhause. Also Sie sehen – auch die Adoption einer scheuen Katze, die bisher wirklich nicht viel erfahren durfte, lohnt sich und macht glücklich!

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