Cäsar – wir suchen Paten für ihn, die ihn unterstützen!


Rasse: Europäisch Kurzhaar
Geschlecht: männlich/kastriert
Alter: unbekannt
geeignet als: Freigänger/Wohnungskatze
Im Tierheim seit: 7.3.19

Beschreibung

11.09.19
Da wir der Familie von Cäsar und Caspar auch nach der Vermittlung bei den lebenslang anfallenden Behandlungskosten unter die Arme greifen möchten, suchen wir Paten für den lieben Cäsar, die ihn monatlich mit einer Spende unterstützen. Für Cäsar und Casper gab es nichts Schöneres, als endlich raus aus dieser schrecklichen Haltung befreit zu werden und endlich ihr Leben genießen zu können. In ihrem neuen Zuhause wird ihnen jeder Wunsch aus den Augen abgelesen und darüber sind wir unfassbar glücklich. Wir würden uns wirklich sehr freuen, wenn auch Sie Cäsar helfen möchten. Ein Patenschaftformular finden Sie hier: Formular

Nachfolgend lesen Sie einen Bericht aus Cäsars neuem Zuhause:

Ende März entschlossen sich meine Frau und ich, wieder zwei Tierschutzkatzen ein neues Zuhause zu schenken. Bei unserer Suche besuchten wir auch den Internetauftritt des Tierheimes in Mayen. Hier wurden uns Caspar und Cäsar vorgestellt. Zwei Jungs, denen das Leben bisher nicht wirklich gut gesonnen war. Zusammen mit vielen anderen Katzen mussten sie in einem kleinen Raum ohne große menschliche Zuwendung ihre Zeit verbringen bis sie von den Mitarbeitern des Tierheimes gerettet wurden.
Da uns klar war, dass es wahrscheinlich sehr sehr lange dauern wird, bis sich diese Tiere an uns gewöhnen werden und wir grade auch einen langen Kampf um das Überleben eines unserer Tiere hinter uns hatten, den wir leider verloren, schlossen wir erst einmal die Internetseite und wollten uns noch einmal beratschlagen. Just in dem Moment klingelte eine enge Freundin bei uns an, um uns zu sagen, wir sollten uns doch einmal beim Tierheim Mayen umschauen. In dem Moment war uns klar, es gibt nichts zu beratschlagen und so vereinbarten wir einen Besuchstermin im Tierheim.
So besuchten wir Caspar und Cäsar. Zwei sehr scheue und auch ängstliche Tiere schauten in unsere Augen. Wir merkten schnell, dass sie trotz der liebevollen Betreuung der Tierheimmitarbeiter mit Menschen noch nicht viel am Hut hatten. Aber die beiden suchten ein neues Zuhause, wir wollten es ihnen geben.
Eine Woche später holten wir sie dann zu uns. Sie bewohnten zuerst ihr eigenes Zimmer, um erst einmal zur Ruhe zu kommen und langsam anzukommen. Ihr Heißhunger zeigte uns, sie mussten immer um ihr Fressen kämpfen. Das taten sie anfangs auch noch bei uns: dass jeder seinen eigenen Napf hatte, war ihnen unbekannt. Mittlerweile sind sie gut genährt und auch schon mal mäkelig, wenn es nicht schmeckt.
Dass Cäsar immer wieder hustete und auch zwischendurch spastische Atmung hatte, wurde anfangs auf den unglaublichen Stress, den er mit Sicherheit hatte, zurückgeführt. Nach einiger Zeit, durften sich die Beiden dann im Haus umsehen. Caspar war sofort unterwegs, Cäsar ließ sich noch Zeit. Eines späten Abends machte er sich dann aber auch auf den Weg, worüber wir unglaublich glücklich waren. Wir haben im Haus vier Etagen und er musste also Treppen steigen. Ganz oben angekommen, stellten wir aber fest, dass er nur noch Maulatmung hatte und es ihm gar nicht mehr gut ging. So beschlossen wir, ihn direkt am nächsten Morgen einzufangen und mit ihm in die Tierklinik nach Mayen zu fahren, wo wir mit unseren Tieren schon lange „Kunde“ sind. Ohne Termin angekommen, wurde Cäsar sofort vorgezogen und lange und sehr gründlich untersucht. Das Ergebnis war zunächst einmal für uns niederschmetternd: Cäsar hatte eine nie behandelte Lungenentzündung hinter sich mit fatalen Folgen für das Organ. Eine Lungenhälfte ist total verklebt, in der anderen befindet sich ein Emphysem. Er hat also nur noch etwa die Hälfte der notwendigen Lungenkapazität. Zusammen mit unserer Tierärztin wurde überlegt, wie man ihn unterstützen kann, heilen kann man ihn nicht mehr. Er bekommt dreimal am Tag Medikamente, unter anderem Kortison und einen Bronchienerweiterer. Auch wird er homöopathisch behandelt, auch um das Kortison so schnell wie möglich wieder absetzen zu können, um Folgeschäden durch dieses Medikament zu verhindern.
Cäsar nimmt die Medikamente anstandslos und sie scheinen zu helfen.
Cäsar ist ein unglaublich starker Kater. Er sieht seinen Zustand als vollkommen normal an. Er will nun sein Leben genießen. Er spielt mit seinem Kumpel, er rauft mit seinem Kumpel. Wenn die Luft fehlt, nimmt er sich eine Auszeit, um direkt danach wieder loszulegen.
Nur mit uns Menschen, ja da weiß er noch nicht so recht. Er ist immer noch ängstlich und scheu, aber dennoch lange nicht mehr so wie an dem Tag, an dem wir ihn kennenlernen durften.
Wir haben uns im März gesagt, wir schenken den Beiden ein neues Zuhause, wenn sie es möchten und wir glauben, sie möchten es. Sie fühlen sich wohl, wenn sie auch noch nicht wirklich wissen, was sie mit uns anfangen sollen – wer sollte ihnen das auch verübeln? Und beide haben alle Zeit der Welt. Irgendwann gehören wir zu ihnen, irgendwann….

21.3.19
Cäsar hat gemeinsam mit Caspar ein neues Zuhause gefunden.

7.3.19
15 Katzen mussten bisher ihr Leben in kleiner Waschküche mit angrenzender Küche fristen und das in reiner Wohnungshaltung! Bekannt ist ihnen nur eine Person, die sie fütterte und das Katzenklo reinigte. Mit Fremden kamen sie bisher noch nie in Kontakt, warum es für uns auch absolut verständlich ist, dass sie gegenüber Neuem sehr verängstigt und schüchtern sind.

Ihr bisheriges Leben war alles andere als katzengerecht. Sie waren einfach nur da und man fütterte sie, damit sie überlebten, aber alles andere fehlte ihnen: Zuwendung, streichelnde Hände, tierärztliche Versorgung samt Kastration, Zeit zum Spielen und Jagen. Das gilt es jetzt in kleinen, ganz kleinen Schritten nachzuholen.

Aus diesem Haushalt nahmen wir bisher Aslan, Alexa, Amalda, Albert und Apollo auf.

Bei uns im Tierheim werden die Katzen erst in der Nacht aktiv. Besuchen dann ihr Katzenklöchen, fressen und nehmen Kontakt zu ihren Artgenossen auf. Doch das können wir leider nur morgens anhand der sichtbaren Spuren sehen.

Für diese armen, vernachlässigten Katzen suchen wir händeringend katzenerfahrene Menschen oder Menschen, die einer dieser Katzen endlich ein erfülltes Leben schenken möchte. Am Anfang brauchen sie wirklich nicht viel. Das wichtigste sind Zeit und Geduld und wer damit schon mal Erfolge erlebte, weiß, dass es sich lohnt!

Von den bereits vermittelten Katzen haben wir bisher nur gute Resonanz bekommen. Aslan ist komplett aufgetaut, lässt sich streicheln und sitzt morgens schon als erster am Frühstückstisch. Apollo spielt mit Baldriankissen und liegt abends langgestreckt vor dem wärmenden Ofen und all das nur nach einigen Tagen im neuen Zuhause. Also Sie sehen – auch die Adoption einer scheuen Katze, die bisher wirklich nicht viel erfahren durfte, lohnt sich und macht glücklich!

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