Caspar und Cäsar – Alles auf Neuanfang!


Wir danken Cäsars Paten:
Frau Hendges-Tiburcy aus Kaisersesch;
Familie Volarik-Witt aus Cochem


Rasse: Europäisch Kurzhaar
Geschlecht: männlich/kastriert
Alter: ca. 7 Jahre
geeignet als: Freigänger/Wohnungskatze
Im Tierheim seit: 15.02.21

Beschreibung

24.02.21

„Sie fühlen sich wohl, wenn sie auch noch nicht wirklich wissen, was sie mit uns anfangen sollen – wer sollte ihnen das auch verübeln? Und beide haben alle Zeit der Welt. Irgendwann gehören wir zu ihnen, irgendwann…“

Immer wieder habe ich diese Rückmeldung der Vermittlung von Caspar und Cäsar in den letzten Tagen gelesen. Zeilen eines Mannes, der sein Herz am rechten Fleck trug. Zeilen, die Liebe, Hoffnung und Zuversicht ausdrücken. Zeilen eines Menschen, der sich vor knapp zwei Jahren dazu entschied, zwei armen, geschundenen Seelen einen Platz zu bieten, und das mit dem Wissen, dass „alle Zeit der Welt“ lassen und nichts erwarten, hier der einzige Weg sein würde, diese Seelen zu heilen.
Caspar und Cäsar hatten IHR Zuhause bei diesem Menschen gefunden! Langsam, ganz langsam eroberten sie das Haus, spielten, fraßen und fühlten sich wohl. Ein riesiger Schritt, wenn man bedenkt, unter welchen Umständen sie aufwuchsen und „hausen“ mussten, bevor sie und 13 weitere Katzen Anfang 2019 aus schrecklichen Umständen befreit wurden…. sie führten ein Leben in Dunkelheit, im Bettkasten eines Sofas, ohne Zuneigung und ohne Liebe.

Wir sind uns sicher, dass bald die Zeit gekommen wäre und die zwei Kater neben ihrem Herrchen auf dem Sofa Platz genommen und das Vertrauen in die Spezies Mensch gefunden hätten.
Aber…. hier machte das Schicksal für Alle einen fiesen, dicken Strich durch die Rechnung.
Viel zu früh verstarb der einzig Vertraute der beiden. Wir Tierheimmitarbeiter waren über diese Nachricht tief betroffen und den beiden Katern zog das schlicht den Boden unter den Pfoten weg…
Nun hocken sie wieder bei uns, in Zimmer 3… traurig, verängstigt, verzweifelt und ERSTARRT. Nichts ist mehr, wie es war. Fremde Menschen, fremde Umgebung und laute Geräusche. Eine Qual für Caspar und Cäsar!
Wenn wir ihr Zimmer betreten, können wir das ganze Ausmaß Ihrer Starre und Angst sehen UND spüren. Die beiden würden sich, hätten sie die Chance, einfach in Luft auflösen.
Nachts, wenn alles still ist im Tierheim, fressen sie etwas Trockenfutter und gehen zum Klöchen.
Aber das ist kein Leben!!!
Cäsar hat zu allem Überfluss eine Lungenerkrankung, benötigt seine täglichen Medikamente und jeder Stress macht das Atmen schwer.
Wir suchen nun – händeringend – eine Person oder nette Familie, die bereit ist, Caspar & Cäsar ein Heim zu bieten. Ohne Ansprüche und Drang! Jemanden, der seine Aufgabe darin sieht, zwei Katern sein Herz zu schenken, ohne umgehend bedingungslose Liebe zurückzufordern, sondern seine Freude darin sieht, wenn die zwei einfach da sind, ankommen, wieder Spaß am Leben haben! Denn DAS ist es doch, was eigentlich zählt!
Caspar und Cäsar sind in keiner Weise bösartig oder „wild“. Sie brüllen auch nicht los: „Fass mich bloß nicht an!“. Sie sind lediglich erstarrt, wenn man sie zart berührt, weil sie Alles wirklich Alles verloren haben…
Wir möchten die beiden ungern trennen. Wenn sie sich vielleicht nicht wirklich stärken, so sind sie doch füreinander da und das in allen bisherigen (meist traurigen) Lebensphasen…

Ihr Menschen da draußen: Überdenkt es mal! Ganz bestimmt machen nicht nur Babykätzchen oder easy-peasy-Katzen glücklich! Tiere mit einem harten Schicksal Stück für Stück ins Leben zurückzubringen, das macht ein Herz wirklich ganz, ganz weit.
Wie schrieb der liebe Mensch aus dem Zitat am Anfang des Textes: „Irgendwann gehören wir zu ihnen, irgendwann…“.
Vielleicht gehören genau SIE irgendwann zu den beiden????
In der Hoffnung auf eine zweite Chance für Caspar + Cäsar!

17.02.21

Manchmal ist das Leben einfach grauenhaft. Es werden Menschen mitten aus dem Leben gerissen, die noch so Vieles vor sich hatten, noch viel zu jung sind, um zu sterben und die nun viele trauernde Menschen und auch Tiere zurücklassen.

So ist es nun auch bei Cäsar und Caspar passiert. Völlig unerwartet und viel zu früh ist ihr Besitzer gestorben, der sich damals ganz bewusst für die beiden scheuen Katerchen entschieden hat. Monate hat es gebraucht, bis sie Vertrauen fassen konnten und Stückchen für Stückchen ging es voran, in langsamen Schritten mit viel Liebe und viel Geduld. Manchmal machten sie wieder Rückschritte und man begann wieder von vorne.

Weiter unten können Sie die Fortschritte und die Entwicklung der beiden Kater mitverfolgen. Was die beiden Kater brauchen, ist ein ruhiges Zuhause ohne großen Ansprüche mit viel Liebe, Zeit und Geduld. Wie schrieb ihr Herrchen:

Diese beiden Jungs brauchen Liebe, Zuneigung, Aufmerksamkeit und vor allem Zeit, Zeit, Zeit. Sie werden wohl niemals „Schmusekater“ werden, aber das müssen sie ja auch nicht.
Für uns ist das Wichtigste, dass sie, trotz aller Zurückhaltung uns gegenüber, in unserem Haushalt ihr Zuhause gefunden haben.

Genau diese Akzeptanz wünschen wir uns von den neuen Besitzern von Cäsar und Caspar.

Cäsar benötigt lebenslang einen Bronchienerweiterer, da seine Lungenleistung vermutlich durch eine unbehandelte Lungenentzündung stark eingeschränkt ist. Daher wünschen wir uns für ihn ein Zuhause mit viel Ruhe und Rückzugsmöglichkeiten, in dem er nicht bedrängt wird, sondern einfach so akzeptiert wird, wie er ist – nämlich ein sehr misstrauischer, ängstlicher Kater, der einfach nur leben möchte.

05.06.20
Hallo Frau Wagner,

unsere beiden Geheimagenten…..ganz haben sie das „Geheim“ noch nicht abgelegt.

Ein Jahr sind sie nun bei uns und wir merken immer noch, ihre ersten Lebensjahre waren nicht so, wie sie es verdient hätten. Die Beiden brauchen einfach viel, viel Zeit.
Wir gehen leider auch davon aus, dass dem ehemaligen „Besitzer“ das eine oder andere Mal die Hand ausgerutscht ist. Anders lassen sich gewisse Reaktionen der Beiden nicht mehr erklären.

Ansonsten aber geht es beiden gut. Sie haben inzwischen das ganze Haus für sich vereinnahmt und es ist toll zu sehen, wie sie sich entwickeln.
Cäsar, unser ganz Scheuer, lag doch jetzt vorgestern Nacht tatsächlich auf meiner Seite des Ehebettes und war tief und fest entschlummert. Und das sogar, während meine Frau ebenfalls im Bett schlief.
So bin ich dann halt für eine Nacht ausgezogen.
Caspar schläft des Nachts so gut wie immer auf der höchsten Stelle eines Kratzbaums in meinem Arbeitszimmer, Cäsar hat keinen bestimmten Platz; da wo er sich grade wohlfühlt
Irgendwann in der Nacht treffen sich dann beide wieder und es wird getobt und gespielt.

Obwohl besonders Cäsar noch ein grosser Angsthase ist (besonders vor meiner Frau) sitzen beide abends regelmässig bei uns im Wohnzimmer, spielen, toben, sitzen am Terrassenfenster. Wir haben den Eindruck,
sie wollen bei uns sein. Ganz interessant wird es, wenn es abends Hähnchenbrust in Wurstscheiben gibt. Das ist bereits Ritual und wird auch vehement eingefordert. Da frisst auch Cäsar aus der Hand.

Cäsar haben wir mittlerweile noch einmal beim Tierarzt untersuchen lassen. Es tat sehr gut zu erfahren, dass sich sein Krankheitsbild nicht verschlechtert hat sondern stabil geblieben ist. Und an das schlecht Luft bekommen und die Maulatmung hat er sich so gewöhnt, als kenne er nichts anderes. Er muss halt nach dem Toben immer mal eine Pause einlegen.

Wie ich schon einmal geschrieben hatte: Diese beiden Jungs brauchen Liebe, Zuneigung, Aufmerksamkeit und vor allem Zeit, Zeit, Zeit. Sie werden wohl niemals „Schmusekater“ werden, aber das müssen sie ja auch nicht.
Für uns ist das Wichtigste, dass sie, trotz aller Zurückhaltung uns gegenüber, in unserem Haushalt ihr Zuhause gefunden haben.

Bilder der Beiden kommen per Post zu Ihnen.

11.09.19
Da wir der Familie von Cäsar und Caspar auch nach der Vermittlung bei den lebenslang anfallenden Behandlungskosten unter die Arme greifen möchten, suchen wir Paten für den lieben Cäsar, die ihn monatlich mit einer Spende unterstützen. Für Cäsar und Casper gab es nichts Schöneres, als endlich raus aus dieser schrecklichen Haltung befreit zu werden und endlich ihr Leben genießen zu können. In ihrem neuen Zuhause wird ihnen jeder Wunsch aus den Augen abgelesen und darüber sind wir unfassbar glücklich. Wir würden uns wirklich sehr freuen, wenn auch Sie Cäsar helfen möchten. Ein Patenschaftformular finden Sie hier: Formular

Nachfolgend lesen Sie einen Bericht aus Cäsars neuem Zuhause:

Ende März entschlossen sich meine Frau und ich, wieder zwei Tierschutzkatzen ein neues Zuhause zu schenken. Bei unserer Suche besuchten wir auch den Internetauftritt des Tierheimes in Mayen. Hier wurden uns Caspar und Cäsar vorgestellt. Zwei Jungs, denen das Leben bisher nicht wirklich gut gesonnen war. Zusammen mit vielen anderen Katzen mussten sie in einem kleinen Raum ohne große menschliche Zuwendung ihre Zeit verbringen bis sie von den Mitarbeitern des Tierheimes gerettet wurden.
Da uns klar war, dass es wahrscheinlich sehr sehr lange dauern wird, bis sich diese Tiere an uns gewöhnen werden und wir grade auch einen langen Kampf um das Überleben eines unserer Tiere hinter uns hatten, den wir leider verloren, schlossen wir erst einmal die Internetseite und wollten uns noch einmal beratschlagen. Just in dem Moment klingelte eine enge Freundin bei uns an, um uns zu sagen, wir sollten uns doch einmal beim Tierheim Mayen umschauen. In dem Moment war uns klar, es gibt nichts zu beratschlagen und so vereinbarten wir einen Besuchstermin im Tierheim.
So besuchten wir Caspar und Cäsar. Zwei sehr scheue und auch ängstliche Tiere schauten in unsere Augen. Wir merkten schnell, dass sie trotz der liebevollen Betreuung der Tierheimmitarbeiter mit Menschen noch nicht viel am Hut hatten. Aber die beiden suchten ein neues Zuhause, wir wollten es ihnen geben.
Eine Woche später holten wir sie dann zu uns. Sie bewohnten zuerst ihr eigenes Zimmer, um erst einmal zur Ruhe zu kommen und langsam anzukommen. Ihr Heißhunger zeigte uns, sie mussten immer um ihr Fressen kämpfen. Das taten sie anfangs auch noch bei uns: dass jeder seinen eigenen Napf hatte, war ihnen unbekannt. Mittlerweile sind sie gut genährt und auch schon mal mäkelig, wenn es nicht schmeckt.
Dass Cäsar immer wieder hustete und auch zwischendurch spastische Atmung hatte, wurde anfangs auf den unglaublichen Stress, den er mit Sicherheit hatte, zurückgeführt. Nach einiger Zeit, durften sich die Beiden dann im Haus umsehen. Caspar war sofort unterwegs, Cäsar ließ sich noch Zeit. Eines späten Abends machte er sich dann aber auch auf den Weg, worüber wir unglaublich glücklich waren. Wir haben im Haus vier Etagen und er musste also Treppen steigen. Ganz oben angekommen, stellten wir aber fest, dass er nur noch Maulatmung hatte und es ihm gar nicht mehr gut ging. So beschlossen wir, ihn direkt am nächsten Morgen einzufangen und mit ihm in die Tierklinik nach Mayen zu fahren, wo wir mit unseren Tieren schon lange „Kunde“ sind. Ohne Termin angekommen, wurde Cäsar sofort vorgezogen und lange und sehr gründlich untersucht. Das Ergebnis war zunächst einmal für uns niederschmetternd: Cäsar hatte eine nie behandelte Lungenentzündung hinter sich mit fatalen Folgen für das Organ. Eine Lungenhälfte ist total verklebt, in der anderen befindet sich ein Emphysem. Er hat also nur noch etwa die Hälfte der notwendigen Lungenkapazität. Zusammen mit unserer Tierärztin wurde überlegt, wie man ihn unterstützen kann, heilen kann man ihn nicht mehr. Er bekommt dreimal am Tag Medikamente, unter anderem Kortison und einen Bronchienerweiterer. Auch wird er homöopathisch behandelt, auch um das Kortison so schnell wie möglich wieder absetzen zu können, um Folgeschäden durch dieses Medikament zu verhindern.
Cäsar nimmt die Medikamente anstandslos und sie scheinen zu helfen.
Cäsar ist ein unglaublich starker Kater. Er sieht seinen Zustand als vollkommen normal an. Er will nun sein Leben genießen. Er spielt mit seinem Kumpel, er rauft mit seinem Kumpel. Wenn die Luft fehlt, nimmt er sich eine Auszeit, um direkt danach wieder loszulegen.
Nur mit uns Menschen, ja da weiß er noch nicht so recht. Er ist immer noch ängstlich und scheu, aber dennoch lange nicht mehr so wie an dem Tag, an dem wir ihn kennenlernen durften.
Wir haben uns im März gesagt, wir schenken den Beiden ein neues Zuhause, wenn sie es möchten und wir glauben, sie möchten es. Sie fühlen sich wohl, wenn sie auch noch nicht wirklich wissen, was sie mit uns anfangen sollen – wer sollte ihnen das auch verübeln? Und beide haben alle Zeit der Welt. Irgendwann gehören wir zu ihnen, irgendwann….

21.3.19
Cäsar hat gemeinsam mit Caspar ein neues Zuhause gefunden.

7.3.19
15 Katzen mussten bisher ihr Leben in kleiner Waschküche mit angrenzender Küche fristen und das in reiner Wohnungshaltung! Bekannt ist ihnen nur eine Person, die sie fütterte und das Katzenklo reinigte. Mit Fremden kamen sie bisher noch nie in Kontakt, warum es für uns auch absolut verständlich ist, dass sie gegenüber Neuem sehr verängstigt und schüchtern sind.

Ihr bisheriges Leben war alles andere als katzengerecht. Sie waren einfach nur da und man fütterte sie, damit sie überlebten, aber alles andere fehlte ihnen: Zuwendung, streichelnde Hände, tierärztliche Versorgung samt Kastration, Zeit zum Spielen und Jagen. Das gilt es jetzt in kleinen, ganz kleinen Schritten nachzuholen.

Aus diesem Haushalt nahmen wir bisher Aslan, Alexa, Amalda, Albert und Apollo auf.

Bei uns im Tierheim werden die Katzen erst in der Nacht aktiv. Besuchen dann ihr Katzenklöchen, fressen und nehmen Kontakt zu ihren Artgenossen auf. Doch das können wir leider nur morgens anhand der sichtbaren Spuren sehen.

Für diese armen, vernachlässigten Katzen suchen wir händeringend katzenerfahrene Menschen oder Menschen, die einer dieser Katzen endlich ein erfülltes Leben schenken möchte. Am Anfang brauchen sie wirklich nicht viel. Das wichtigste sind Zeit und Geduld und wer damit schon mal Erfolge erlebte, weiß, dass es sich lohnt!

Von den bereits vermittelten Katzen haben wir bisher nur gute Resonanz bekommen. Aslan ist komplett aufgetaut, lässt sich streicheln und sitzt morgens schon als erster am Frühstückstisch. Apollo spielt mit Baldriankissen und liegt abends langgestreckt vor dem wärmenden Ofen und all das nur nach einigen Tagen im neuen Zuhause. Also Sie sehen – auch die Adoption einer scheuen Katze, die bisher wirklich nicht viel erfahren durfte, lohnt sich und macht glücklich!

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