Hola y buenos dias.


Hola y buenos diea estimados lectores.
Quiero presentarme brevemente. Aunque algunos de ustedes ya me conocen.
Soy Pepe y soy un espanol auténtico.
Eh, disculpa…!!!

…Entschuldigung, liebe Leute. Ich kann mir gut vorstellen, dass die wenigsten von euch der spanischen Sprache mächtig sind und deshalb noch einmal:

Pepe

Hallo und guten Tag, liebe Lesrinnen und Leser.
Ich möchte mich euch kurz vorstellen, wobei einige von euch wahrscheinlich schon von meiner Existenz wissen.
Ich bin Pepe und echter Spanier.
Oh, Entschuligung…!!!

Das war also der Text den ich eingangs geschrieben habe.
Da ich nun schon einige Monate in Deutschland wohne, kann ich schon ganz gut deutsch und hoffe dass ich mich hier auch grammatikalsich nicht blamiere. Sollte sich der ein oder andere Fehler ein schleichen, so überseht es bitte. Bekanntlich lernt man im Leben ja nie aus, und da ich erst 3 Jahre alt bin, habe ich da noch ein gutes Stück in allen möglichen Richtungen zu tun.
Da ich aber das Glück habe nun hier zu wohnen, ist es für einen Hund wie mich selbstverständlich, dass ich mich sehr bemühe zunächst einmal möglichst gut deutsch sprechen zu können.
Deutsch bellen kann ich schon. Das ging ruck zuck.
Bereits am Tag nach meiner Ankunft aus Teneriffa setzte ich mich im Tierheim in die Küche, schaute die Frauen die dort arbeiteten mit meinen kohlrabenschwarzen Kulleraugen an und gab ein deutlisches „W U F F „ von mir.

Zu meinem Erstaunen schaute Susanne mich an, lächelte und meinte:“Aha, Pepe. Du möchtest wohl ein Leckerchen!?“
Bingo! :-) Nie hätte ich gedacht dass ich so schnell deutsch bellen kann, oder besser gesagt „wuffen“ kann.

So, nun aber zu dem was ich eigentlich sagen wollte.

Seit Oktober wohne ich bei Ruth. Die kennt ihr ja alle bestens, weil sie den besten Tierheimbürochef, Alleskümmerer und Meisterdieb an ihrer Seite hatte. Leider nur 6 Jahre, aber die waren wohl voll gepackt mit sehr viel Leben, lieben, lachen, weinen, klauen und allem was ein inniges Miteinader aus macht.

Wer kannte ihn nicht, den WULLI!?
Wulli Auto

Tausend und eine Geschichte habe ich von ihm erfahren und weiß auch dass niemand, aber wirklich niemand in seine großen, breiten Pfotenstapfen treten kann.
Wulli hat mit seiner Art, mit seiner Lustigkeit, seinem Charme und seiner Einmaligkeit so viele Menschen bezaubert, dass das Erbe das er hinterlassen hat, von niemandem übernommen werden kann.

Oft haben Ruth und ich in den letzten Wochen gemütlich auf der Couch gekuschelt und sie las mir viele „Wullibetthupferl“ vor. Sie dachte nicht, dass ich es bemerke, doch nicht selten stahlen sich dann ein paar Tränen aus ihren Augen.
Wulli und sie und Wullis Lebensgefährtin Britta, waren über viele Jahre eine Einheit. 24 Stunden jeden Tag waren sie beisammen und sie verstanden sich, ohne dass was gesagt werden musste.

Dass Wulli und Britta im letzten Jahr binnen 3 Wochen gestorben sind, war sehr, sehr schlimm und Ruth wollte keinen eigenen Hund mehr.
„Der Abschied ist immer so furchtbar und tut so weh“, sagte sie.

Tja, da hat sie aber die Rechnung ohne mich gemacht ;-)
Am 1. September letzten Jahres kam ich von Teneriffa ins Tierheim Mayen.
Normaler Weise sind so unkomplizerte Hunde wie ich einer bin, recht schnell vermittelt, doch da meine beiden Vorderpfötchen seit meiner Geburt deformiert sind, wollte mich niemand. Viele Besucher fanden mich nett, süß und „so goldig, doch dann kam immer das große „aber“… mit diesen Pfoten!?

Die Tierheimmenschen lobten mich immer, dass ich so brav, so geduldig bin, und dass es so schade sei, dass Interessenten diese Eigenschaften nicht wahr nahmen und immer zuerst auf die Pfötchen starrten.

Nach ca. 4 Wochen nahm Ruth mich dann mit „in Pflege“ bis zur Vermittlung. Ihr brach es jedes Mal das Herz wenn die interessierten Menschen sich ganz schnell wieder von mir abwandten. „Eines Tages wirst du den allerbesten Platz bekommen, Pepe. Die Hunde die besonders lange warten, haben erfahrungsgemäß nämlich irgendwann das beste Zuhause überhaupt. Und so wird es bei dir auch sein.“

Um das Ganze dann jetzt mal ein bisschen zu straffen: Seit dem 5. Oktober 2018 hieß dieses endglültige Zuhause: Ruth :-)
Pepe3
Ihr könnt euch vorstellen wie wahnsinnig glücklich ich darüber bin!!!

Nun begeleite ich sie jeden Tag 24 Stunden lang. Mussten wir uns anfangs logischer Weise erst einmal „beschnuppern“, so wachsen wir mittlerweile immer mehr zusammen. Ich wage es nicht, mich mit Wulli und Britta zu vergleichen, doch ich werde ein bisschen demütig wenn mir bewusst ist, dass ich nun so leben darf wie sie es viele Jahre mit Ruth durften.

Natürlich fahre ich auch immer mit ins Tierheim wenn Ruth Dienst hat und selbst hier darf ich mich im Büro aufhalten, genau wie es Wulli durfte. Nein, ich werde niemals Tierheimbürochef! Das weiss ich, denn das ist ein Job bei dem man viel Gelassenheit benötigt. Und die habe ich nicht immer. Jeder ist eben anders…

Inzwischen kennen mich schon etliche Tierheimbesucher und grüßen mich immer, wenn sie mich sehen.
„Hallo Pepe! Na? Gehts dir gut? Hast du alles im Griff hier im Tierheim?“ Das ehrt mich natürlich wenn die Leute mich so an sprechen und ich tue dann mein Möglichstes, stolz wie Oskar eine gewisse Autorität aus zu strahlen. ;-)

Ich habe sogar schon ein paar wenige E-Mails bekommen, was mich enorm erstaunt hat.
Die Absender haben erfahren, dass ich nun dort wohnen darf, wo Wulli und Britty lebten und fragen ob ich denn auch im Internet Briefe schreiben würde, so wie Wulli es mit seinen Betthupferl gemacht hat.

Um Himmels Willen, das kann ich doch nicht!!!
Niemals würde ich in Wullis Fußstapfen treten wollen und können!
Nicht nur dass er ein brillianter Schreiber und Unterhalter war, sondern auch, dass ich ja gar nicht wüsste was ich schreiben sollte…

Sie hat mich einige schlaflose Nächte gekostet, diese Anfrage.
Einerseits möchte ich doch ein „promillewenig“ Wulli zur Ehre gereichen, doch andererseits habe ich ebenso etwas Angst, dass mich die Leserinnen und Leser etwaiger Briefe von mir, auslachen könnten.
Eine schwere Zwickmühle in der ich da stecke.

Natürlich habe ich mit Ruth darüber gesprochen. Sie ist ja meine engste Vertraute und sie hatte eine gute Idee.
„Frag doch einfach die Menschen dort draussen an den PC´s Smartphones usw.“, meinte sie ganz unkompliziert.
„Frag sie und erbitte eine ehrliche Antwort. Die Leute die Wulli kannten und liebten, werden dir gegenüber ehrlich sein. Da bin ich mir sicher. Ausserdem, wenn du meinst dass du nicht wüsstest worüber du schreiben könntest… der Tierheimalltag gibt dir Stoff genug.“

Und das war die zündende Idee die mich ruhiger werden ließ. Und die mich dazu bewog diese langen Zeilen zu schreiben.

So frage ich euch, ihr Lieben dort draussen, ob ihr möchtet, dass ich ab und zu mal was hier rund ums Tierheimgeschehen schreiben soll?
Doch bitte, bitte: Vergleicht mich nicht mit dem „großen“ Wulli. Er ist und wird einzigartig bleiben und niemals maße ich mir an auch nur ansatzweise an, an sein Können heran reichen zu können. Das ist mir sehr, sehr wichtig.

Vielleicht teilt ihr mir eure Meinung mit!? Ich bin auch nicht sauer wenn ihr „Nein“ sagt!
Wie ihr mir euer „Ja“ oder „Nein“ schreiben könnt? Ganz einfach, unter info@tierheim-mayen.de

Eure Meinung werde ich respektieren. Sollte ich fortan ab und zu an dieser Stelle schreiben, so werde ich mich bemühen immer kurzweilig und vielleicht sogar ein bisschen lustig zu sein. Ich würde intensiv die „Wullibriefe“ studieren um zu lernen wie man sich als Hund ausdrücken kann, damit ihr Menschen es auch gut versteht.

Ups… Ruth kommt gerade ins Zimmer und schaut mir über die Schulter. Sie streichelt meinen Nacken und lacht:“ Also Pepe, eines ist schon mal sicher: Wenn du schreibst, dann findest du wohl auch kaum ein Ende. Genau wie Wulli. Wenn er mal schrieb, dann schrieb er meist ellenlang.“

Jetzt werde ich doch tatsächlich etwas rot und beende ganz schnell diesen Schrieb.
Für alle die ich jetzt etwas gelangweilt habe, sage ich:“ Disculpa.“
Peppi2
Euer Pepe <3

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