Hermann – du bleibst unvergessen!


Hermann hat den Kampf gegen den Krebs verloren. Sein ganzer kleiner Körper war vermutlich voll mit Tumoren, wovon einer derart auf die Nervenbahnen drückte, dass seine Hinterbeine gelähmt waren. Diese Verschlechterung kam jetzt rasend schnell und wir konnten fast täglich zusehen, wie sich sein Zustand verschlechterte. Heute Morgen haben wir ihn bei seiner letzten Reise begleitet. Er lag auf dem Schoß, hat sich nochmal das Näschen kraulen lassen, was er so liebte und ist ganz sanft für immer eingeschlafen. Hermann hat von seinem Tod nichts mitbekommen, doch für uns Menschen, die den kleinen Mümmelmann so sehr ins Herz geschlossen hatten, macht dieser letzte Schritt sehr traurig, auch wenn es für ihn tatsächlich eine Erlösung von seinen Qualen darstellte. Wir werden unser Hermännchen nicht vergessen. So besonders, so sanft, so zahm, so wundervoll lieb ist dieser kleine Kerl gewesen. Machs gut mein Lieber, vielleicht sehen wir uns nochmal wieder!

Art: Zwergkaninchen
Geschlecht: männlich/kastriert
Alter: vermutlich schon etwas älter
kastriert am: 9.8.18
geeignet für: Innenhaltung/Außenhaltung
Im Tierheim seit: 30.7.18

Beschreibung

29.8.
Hermanns Allgemeinzustand verschlechterte sich von Tag zu Tag. Neben der Wucherung am Auge, kam ein Krebsgeschwulst am Kehlkopf dazu und ein Tumor drückte ihm so auf die Wirbelsäule, dass seine Hinterbeine gelähmt waren. Ein Kaninchen, das nicht mehr hoppeln und damit selbständig bewegen kann, hat absolut keine Lebensqualität mehr, sodass wir uns dazu entschieden haben, Hermann zu erlösen.

18.8.

Nachdem wir nun endlich die Besitzverhältnisse von Hermann klären konnten, sind wir etwas beruhigt und natürlich auf der anderen Seite auch enttäuscht, dass es immer wieder zu Missverständnissen kommt und Sachen erzählt werden, die sich gar nicht so zugetragen haben. Wie sagt man so schön, es gibt immer zwei Seiten einer Medaille.

Hermann ist nun dem Tierheim übereignet worden und darf offiziell vermittelt werden. Momentan geht es ihm leider nicht gut, sodass ein Umzug noch nicht in Frage kommt. Wir werden weiter berichten und hoffen, dass Hermann alles gut übersteht.

30.7.

Sachen gibt’s, die uns verzweifeln lassen…bei einer Zwangsversteigerung einer Immobilie staunten die neuen Hausbesitzer nicht schlecht, als sie in einer Ecke eines Zimmers einen kleinen Käfig mit einem Kaninchen darin sitzen sahen.

Da saß er nun…unser Hermann. In einem völlig verdreckten Käfig, in dem sich bereits Maden ausbreiteten und dem Kaninchen zusetzten.

Zum Glück handelten die neuen Hausbesitzer richtig, machten den Käfig umgehend sauber und kümmerten sich eine Weile selbst um ihn, bis sie einsahen, dass die heftige Augenentzündung einer dringenden Behandlung bedarf.

Beim Tierarzt stellte man fest, dass Hermann so lange Schneidezähne hatte, dass sie bereits im Gaumen einwuchsen. Sie wurden umgehend gekürzt und auch die eitrige Augenentzündung behandelt.

Bei einer weitergehenden Untersuchung im Tierheim stellte sich heraus, dass die Wucherung am Auge tumorös ist. Wir werden nun mit unserer Tierärztin besprechen, wie das weitere Vorgehen ist, um Hermann noch ein schönes Leben zu ermöglichen.

Der liebe, vermutlich schon etwas ältere Kaninchenbock wurde bereits kastriert und ist absolut zahm. Er fordert seine Streicheleinheiten regelrecht ein, was für ein Kaninchen, das eigentlich ein Fluchttier ist, relativ selten ist.

Gerne können sich bereits Menschen melden, die Hermann und auch uns helfen möchten, ihm noch ein paar schöne Jahre zu ermöglichen. Wir möchten so gerne, dass er nochmal artgerecht mit einer netten Kaninchendame leben darf. Er hat sicherlich bisher ein trauriges und vor allem einsames Leben in einem viel zu kleinen und vor allem widerlich dreckigem Käfig führen müssen..pfui

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