Wullis allerletztes „für immer Abschiedshupferl“


Liebste Freundinnen und Freunde.

Nun ist es soweit. Ich habe diese irdische Welt verlassen, möchte euch jedoch, so wie ich es versprochen habe, eine allerletzte
Wulligeschichte schenken.
Wenn ihr mögt, nehmt euch einige ruhige Minuten, lehnt euch gemütlich zurück und lest was ich euch noch zu sagen habe.
Meine Zeilen kommen aus tiefstem Herzen, das voller Dankbarkeit ist, dass ich EUCH all die Jahre zu meinen treuen Freunden zählen durfte. Ich weiss es wert zu schätzen und das sollt ihr spüren!

Vor ca. 13 Jahren wurde in den Straßen Südspaniens ein kleines, hilfloses Hundekind gefunden, dessen große, traurige Augen einem das Herz zerreissen ließ.
Es wurde in ein Tierheim gebracht, wo es wuchs und schließlich erwachsen wurde. Sechs schlimme Jahre verbrachte der Hund in verschiedenen Heimen, bis er eines Tages in das Tierheim von ANAA, das in Madrid ist, quasi verlegt wurde. Er wusste nicht, dass dieser Umzug für ihn eine großartige Schicksalswende bedeuten sollte.

Eines Tages kam Irene, die liebe Tierheimleiterin von ANAA zu dem Hund und erzählte ihm, dass er eine lange Reise machen würde um dann in Deutschland ein neues Leben führen zu können. Vielleicht in einer eigenen Familie; endlich nach so vielen Jahren den Tierheimen für immer Adieu zu sagen.
So kam der Hund in das Tierheim Mayen und von diesem Moment an, war WULLI „geboren“.

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Ja, meine Wenigkeit bekam eine Identität und ich hoffte von Herzen, dass sich wirklich bald eine Familie finden würde, die sich in mich verliebt und mit zu sich nach Hause nimmt. Doch Fehlanzeige.
Viele Tierheimbesucher fanden mich „süß“, fanden meine ungewöhnlichen Proportionen „lustig“ und meine großen, traurigen Augen zum dahin schmelzen. Aber was hatte ich davon? Nix, nein besser gesagt, gar nix!
Die Wochen vergingen und meine Hoffnungen endlich ein richtiges Familienmitglied zu sein, schwanden quasi stündlich.

Jeden Abend, wenn die Mitarbeiter des Mayener Tierheimes nach Hause fuhren, drehte sich Ruth noch einmal um. Ich stand hinter dem Gitter und schaute ihr tieftraurig hinterher. Ich bellte nicht, ich weinte nicht, ich litt leise.
Ruth hatte eine vierbeinige Freundin, mit der sie 24 Stunden am Tag zusammen war. Welch ein unerfüllbarer Traum für mich.

„Britta“ hieß Ruth´s Freundin und ich weiß sie war die einzige die meine tiefe Seelennot verstand. Tagsüber durfte ich oft mit ihr zusammen sein. Britta war ein sehr wesensstarker und charakterfester Hund. Sie kam aus Ungarn, wo sie bei einem Bauernhof an einer kurzen Kette gehalten wurde. Kinder pieksten und traktierten sie immer mit langen, dünnen Stöcken, Britta war ihnen hilflos ausgeliefert. Dann zog die Familie vom Land in die Stadt, mit Sack und Pack, aber ohne Hund.
Sie ließen Britta zurück, zurück an der Kette, einem grauenvollen Schicksal ausgeliefert.

Wie durch ein Wunder, man kann es nicht anders bezeichnen, wurde eine deutsche Familie auf die Hilflosigkeit der jungen Hündin aufmerksam und da weit und breit kein Mensch zu sehen war, befreiten sie Britta von der Kette und sorgten dafür dass sie mit nach Deutschland kommen konnte. Und was meint ihr wohin? Ins Tierheim Mayen!
Durch ihre schlimmen Misshandlungen die sie durch Kinder erfahren hatte, war sie misstrauisch und ein absoluter Angstbeisser.
Ruth erkannte bald, dass nicht nur Brittas Körper Schaden davon getragen hatte, sondern auch ihre Seele. Ein sehr schwer vermittelbarer Hund. Britta hatte sich durch ihre Seelennot in Ruths Herz geschlichen, was bedeutete, dass sie schon bald mit zu ihr nach Hause durfte. Ein Problemhund, der durch die Geduld und das Verständnis eines Menschen zu einem der treuesten Hunde dieser Welt wurde. Das behaupte ich als Wulli! Zwischen Ruth und Britta entstand eine so tiefe und enge Freundschaft, dass es keiner Worte bedurfte um sich zu verstehen. Manchmal hatte ich den Eindruck dass sich da zwei Dualseelen gefunden hatten…

Lange Rede, kurzer Sinn: Im Tierheim forderte mich Britta immer wieder zum Spiel auf, stupste mich an und wollt meine Traurigkeit verscheuchen. Abends wenn sie mit Ruth nach Hause fuhr, lief sie immer noch einmal zu mir ans Gitter und gab mir einen Nasenstupser.
Ich glaube sie hatte sich in mich verliebt :-)

Die Monate vergingen, kein Hundeinteressent beachtete mich. Echt zum Heulen! Ich bemühte mich Tag für Tag zu gefallen, doch nichts tat sich, ausser dass ich immer depressiver wurde.
Und dann geschah das Wunder an das ich schon lange nicht mehr geglaubt habe:
Es war an einem warmen Abend im Juni 2011.
Ruth und Britta verließen wieder als letzte das Tierheim, doch anders als sonst kamen die beiden noch einmal zurück, nachdem Ruth ihre Taschen im Auto verfrachtet hatte.

Britta hüpfte und sprang an ihr hoch, rannte über die Tierheimwiese durchs Vorgelände, schnurstracks auf mich zu.
Hä? Was sollte denn das? Es war doch Feierabend und die anderen Hundekumpels dösten schon ruhig vor sich hin. Warum kamen sie denn noch einmal zurück?

Während Britta nun am Gitter hoch hüpfte als sei sie Rumpelstielzchen, schloß Ruth das Tor auf und ließ mich raus.
Dann schloß sie wieder ab, ging in die Hocke, nahm meinen WulliKopf sanft in ihre Hände, schaute mir zärtlich in die Augen und sagte:
„Na, Langer, möchtest du mit Britta und mir nach Hause?“

Stille… Britta bellte nicht mehr, sondern saß ruhig neben mir, Ruth nahm mich in ihre Arme und dann fing ich an, lautstark zu weinen.
NACH HAUSE!!!???
Ich hob den Kopf in den warmen Sommerabendhimmel und weinte mir die Seele aus dem Leib. Nach fast 7 Jahren Tierheimaufenthalt
NACH HAUSE!!!
Ich weinte vor lauter Glück, das ich gar nicht fassen konnte und als Britta mit mir weinte, was eingetlich pure Freude war, und Ruth lauthals anfing zu lachen, fielen wir Drei allesamt auf die Wiese, rollten umher, umarmten uns und auf einmal war der Himmel genau hier auf dieser Wiese. Der Himmel war auf die Erde gekommen, in mein Leben, in mein Herz, in meine Seele!

Wir fuhren zu Ruth nach Hause und fortan war ich überglückliches Mitglied der kleinen Familie.
Britta erzählte mir, dass sie sich tatsächlich in mich verliebt hatte und maßgeblich mit dazu beigetragen hatte, Ruth zu beeinflussen, dass sie mich doch adoptieren solle. Oh Britty. Wie liebte ich dich!!!

Britta Arbersee
Von Stunde an waren wir beide unzertrennlich. Gut, Britty war immer die Chefin, aber das ist bei euch Menschen ja ähnlich, hab ich mir sagen lassen ;-)
Wir liebkosten einander, stritten, versöhnten uns. Genau wie im richtigen Leben und Wulli wurde zum glücklichsten Hund der Welt!

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Es folgten nach 7 Jahren Tierheim, 7 Jahre pures Glück.
Täglich fuhr ich mit nach Mayen und wurde im Tierheim zum Bürochef und Alleskümmerer befördert.
Ich begrüßte die Besucher, durfte mit auf Fotos wenn z.B. Spenden gebracht wurden, hieß mit eleganter Fliege unsere Gäste bei den alljährlichen „Volksfesten für Tiere“ im Tierheim willkommen, schrieb unzählige Betthupferl und auch einige Kolumnen in einem Tierschutzjournal das eine Auflage von 250 000 Exemplaren hat, ließ mir Hüte aufsetzten, Blumen ins Haar stecken, machte gerne und geduldig den Clown wo immer es nötig war.

Ich wollte der Welt und dem Leben danken, dass ich noch so glücklich werden durfte.

Ich wollte EUCH Freude bereiten mit meinen Geschichten, meinen Abenteuern, meinen diebischen Streifzügen.
Ich stahl im Tierheim und zu Hause alles, aber auch wirklich alles was einigermaßen genießbar war und nicht ca. 2 Meter hoch gelagert wurde ;-) Das brachte mir dann auch den Titel „Meisterdieb“ ein, auf den ich mächtig stolz war.
Immer wenn ich in der Tierheimküche unbeobachtet war, nutzte ich die Gunst der Minute und schlabberte alle Schälchen mit Katzenfutter leer, die für die Fütterung der Miezen vorbereitet waren. Erwischten mich dann einer meiner lieben Tierheimmenschen, dann schallte ein lautes „Wuuullliiii!“ durch Büro und Küche. Ich machte dann auf Büßer, rieb mir aber im Geiste die Pfoten und freute mich, dass mal wieder ein Coup gelungen war :-)
Käsekuchen klaute ich, Marmorkuchen, Hundewurst und getrocknete Schweineohren (mmhhh…delikat!).
Und nach jedem Klau kam dieses „Wuuullliiii“. Herrlich :-)

Mit Britta und Ruth erlebte ich auch privat viele wunderschöne Stunden.
Ich wanderte mit ihnen um den kleinen Arbersee und in den Wäldern umher, tobte mit Britta und anderen Hunden an der Nordseeküste, lernte die Schönheit des Nahetales kennen, suchte in aller Herrgottsfrühe Pilze in unserem geheimen Zauberwald und noch ganz viel mehr.

So vergingen die Jahre und ich gewann, nicht zuletzt durch Facebook hunderte und aberhunderte von Freunden kennen.
Ich bekam E-Mails und Nachrichten aus Österreich, aus Spanien und natürlich viele, viele aus Deutschland.
Wulli wurde bekannt, im wahrsten Sinne wie ein bunter Hund. Ich war ein kleiner Star geworden, der aber keine Starallüren hatte.

2018 sollte das Jahr werden, an dem ich Abschied nehmen sollte.
Es begann damit, dass bei mir ein Tumor im Bauchraum per Ultraschall gefunden wurde. Bösartig. Na und!?
Ich wäre nicht der stets positiv denkende Wulli, wenn ich mich von diesem Befund hätte umhauen lassen.
Ich bot dem Ding da in mir die WulliStirn und stellte mich mental darauf ein, dass nicht alle Tumore schnell wachsen und der meinige hat das verdammt noch mal auch nicht zu machen. Ich schaltete die Diagnose völlig aus meinem Denken und zum heiligen Glück ist auch Ruth so ein gestellt, dass sie nicht geklagt hat, sondern mich in den Arm nahm und sagte:“ Weisste was, Wulles? Das bekommen wir beide schon hin. Gute Gedanken summieren sich genauso wie negative Gedanken und letztere lassen wir nicht zu! Wir genießen unsere gemeinsame Zeit die dir, Britty und mir bleiben und vielleicht werden uns ja noch 1 – 2 Jahre geschenkt.“
Genauso machen wir es, dachte ich und mit einem Mal war der Tumor in die hinterste Ecke meines kleinen Großhirns geschupst worden.

Alles ging weiter wie immer. Gut, wir alle sind älter geworden, doch das ist nun mal der Lauf der Zeit. Aber Britty und ich waren eine Einheit und waren schlicht und einfach überglückliche Senioren!

Dann kam Ostern 2018. Mir ging es ein paar Tage nicht so gut, doch als ich dann ne Ladung Buscopan, Cortison und Novalgin verpasst bekam, war wieder alles ok. Nach wie vor ließ ich mich von so einem fiesen Teil in mir nicht die Laune verderben.

Doch still und leise, lange nicht bemerkt, veränderte sich meine Britty.
An der rechten Schläfe entstand eine große Delle, sie schubberte sich wo sie nur konnte die rechte Gesichtshälfte.
Ihr sonstiges Verhalten war wie immer. Stark, klug, unbeugsam, treu und liebend.
Binnen 3 Wochen verschlimmerte sich eine Muskelathrophie an ihrem Kopf so stark, dass Britty schließlich an einer Lähmung der rechten Gesichtshälfte litt. Es ging alles so rapide schnell, so dass sie bald nicht mehr richtig laufen konnte, dass sie Schmerzen hatte, die die starke Britta versuchte zu verbergen, doch Ruth und ich kannten unsere Süße viel zu gut als dass das ihr gelungen wäre.

Am 10. April erlebte ich dann den schwärzesten Tag meines Lebens.
Meine über alles geliebte Britty, meine Lebensgefährtin, mein Glück, mein Sonnenschein, musste eingeschläfert werden.
Ruth hatte sie in ihren Armen als sie ihren letzten Atemzug tat und ich saß neben ihr und konnte nicht fassen was da gerade geschah.

Am liebsten wäre ich weg gelaufen. Gerannt, gerannt gerannt… Doch das wäre feige gewesen und Britty nicht würdig.
Ich wollte bei ihr sein, so lange es irgendwie ging.
Britty blieb noch eine Nacht bei uns. Ihr Lieblingsball lag bei ihr, zu gedeckt mit Kuscheldecke und Blumen.
Am nächsten Tag wurde sie in ein Tierkrematorium gebracht und ich blieb fassungslos zurück.

Britta Urne

Ich war alleine. Brittys Platz war leer. Tagelang schnupperte ich überall dort wo sie gewesen war. Ich sog ihren Duft ein und hätte ihn am liebsten konserviert. Mein Herz war ein einziger Klumpen rohes Fleisch.

Die Trauer um meine geliebte Freundin veränderte mich.
Ich fraß kaum noch etwas und verschmähte schließlich sogar Leberwurst, Schweineohren, Hühnchenfleisch und andere Leckereien die mir sonst das WulliWasser im Munde zum Hochwasser werden ließen.

Ich nahm 4 kg ab, wollte keine Spaziergänge mehr machen und mein Lebenswille versank in unendlicher Traurigkeit.
Meine Tierheimmenschen und Ruth taten alles um mich auf zu heitern.
Der tägliche Gang mit ins Tierheim, was ich sonst so gerne machte, wurde mir zur Qual und kostete mich unendlich viel Kraft.

Ruth saß abends oft neben meinem orthopädischen Hundebett, sprach mit mir, liebkoste mich, doch sie wusste dass mein Herz gebrochen war und dass für sie auch der Abschied von mir nahe war. Die arme! Sie tat mir unendlich leid, doch der Schmerz um meine geliebte Britty überwog. Meine Trauer um Britta konnte Ruth kaum noch ertragen. Am Abend des 1. Mai bekam ich Schüttelfrost und Atemnot.
Ich wurde gut zu gedeckt, mit Novalgin versorgt und dann kam der nächste Morgen.

Am Mittwoch dem 2. Mai 2018 folgte ich meiner Freundin Britta!

Wulli sterbend 4.5.18

Die liebe Tierärztin kam zu uns nach Hause. Ruth saß, wie so oft neben mir, liebkoste mich und ich merkte gar nicht, dass die Tierärztin mir die Narkosespritze in die Pobacke gab. Ich merkte nur, dass ich geknuddelt wurde, dass Ruths leise Stimme mich begleitete als ich so sanft ein schlief, dass es eine Gnade war.
Die Euthanasie bekam ich nicht mehr mit…
Nach der Narkose wurde es auf einmal ganz hell um mich herum.

Meine Seele schlüpfte aus meinem Körper und schwebte noch eine zeitlang über meinem Hundebett und ich sah Ruth und die Tierärztin dort sitzen. Sie waren still und in sich gekehrt; eine seltsame, selige Ruhe lag im Raum.
Dann musste ich sie verlassen…
Meine Seele war in der Lage durch alle Materie zu gleiten und so glitt sie mit einer Schnelligkeit die ich nie erwartet hätte, aus dem Zimmer nach draussen und mit meinem Mal sah ich in den Wolken ein Herz mit einer Pfote.

Wolkenpfote

Ich wusste wer mich da rief, wer meine Seele magisch an zog… MEINE BRITTA !!!

Wie von unsichtbaren, liebenden und leise singenden Mächten getragen, flog meine Seele gen Wolkenherz.
Durch einen hellen Tunnel schien ich zu fliegen, alles strahlte, leuchtete und ich hatte das Gefühl dass man schon eine ganze Weile auf mich gewartet hatte.
Ein Sog erfasste mich um dann plötzlich Halt zu machen. Ich stand am Ende des Strahletunnels und da war sie!
Da war sie, die Regenbogenbrücke. Einladend und wunderschön. Vorsichtig betrat ich sie und hörte schon von weitem fröhliches Hundegebell, Katzen miauten und schnurrten, Pferde wieherten, Kühe muhten zufrieden, Schweine grunzten vor Wonne, Vögel, Kleintiere, Wildtiere, alles was auf Gottes schöner Erde einmal lebte, vereinte sich hier.

Nach jedem Schritt den ich über die Regenbogebrücke machte, fiel das zuletzt von mir betretete Stück Brücke ab.
Es gab kein Zurück mehr und das wollte ich auch nicht, denn da sah ich sie: Britty, meine über alles geliebte Britty.
Sie Stand am anderen Ende der Regenbogenbrücke bellte vor Freude, sprang umher wie ein junger Hund und strahlte vor Glück.

Als ich endlich bei ihr war, schien das Universum in einer Glückswoge zu versinken.
Britta und ich waren endlich wieder vereint. Und das für immer und ewig!
Bevor wir weiter zogen in das Land der Unendlichkeit, hielten wir eng aneinander geschmiegt inne und schickten unsere liebenden Gedanken an Ruth, unsere Menschenfreundin.

„Du warst unser Ein und Alles, geliebte Ruth. Du warst unsere Lebensretterin und Glücksbringerin. Ohne dich hätten wir nicht DAS Erdenleben führen können, wie du es uns geschenkt und ermöglicht hast. Wir haben zusammen gelacht und geweint. Du musstest manchmal mit uns schimpfen, lachtest dann aber gleich wieder wenn wir dich mit unseren unschuldigen Augen an sahen.
Du bist unser Lebensinhalt gewesen und wir wissen dass es dir schier das Herz zerreisst, weil du uns beide binnen 3 Wochen hast gehen lassen müssen. Und bei beiden von uns warst du bis zum letzten Atemzug und hielst uns in deinen Armen.
Ein starkes und unglaublich großes Geschenk an uns!

Wir wünschten dass alle Wesen dieser Welt einmal eine solche Liebe erfahren dürften wie du sie uns geschenkt hast.
Du weisst dass Britty nicht ohne Wulli und Wulli nicht ohne Britty leben konnten und wollten, und deshalb mussten wir so schnell von dir Abschied nehmen. Sei behütet und beschützt und vor allem sei dir sicher, dass wir IMMER bei dir sein werden, auch wenn das Haus nun so leer ist. Wir sind bei dir, gliebte Ruth und das sollst du ganz oft spüren und fühlen.
Nun lass uns los. Lass uns dorthin ziehen wo es uns für alle Ewigkeiten gut gehen wird. Gemeinsam für immer vereint.
Und denk daran: Für Tiere gibt es nur den Himmel! Adieu teure Freundin, deine Britty und dein Wulli.“

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Britty und Ruth

Und nun noch ein paar allerletzte Sätze für euch meine lieben Freundinnen und Freunde dort draussen in der Welt:

Auch euch danke ich für alles was ihr für mich in den vergangenen 7 Jahren wart. Ihr habt mich ermutigt durch eure Nachrichten, eure Fanpost, eure vielen Pakete mit Futter und Leckereien.
Ihr habt durch meine Geschichten viel von „meinem Tierheim“ erfahren.
Es gab viel zu lachen, es gab viel zum Nachdenken, es gab nicht so ganz ernst zu nehmende Geschichten und manchmal auch mahnende und kritische Dinge zu berichten.

Ich danke euch dass ihr durch eure Wärme mein Leben bereichert habt, dass ihr mich als Bürochef und Alleskümmerer geschätzt habt und ich dadurch ein fester Bestandteil des Mayener Tierheimes wurde.
Das Maskottchen und Aushängeschild.
Der Meisterdieb und Seelentröster.
Der Clown und alles Mitmacher.

Meine liebe Menschenfreundin Kristina hat eine kleine Fotogalerie zusammen gestellt.
Wenn ihr mögt, schaut euch mal die Bilder an; sie alle waren Bestandteil von Geschichten und Ereignissen.
Vielleicht lest ihr ja noch einmal die eine oder andere hier auf unserer Homepage. Vielleicht erinnert ihr euch ja auch beim Betrachten der Fotos an die eine oder andere.

Bitte seht es mir nach, dass dieses „Hupferl“ sehr, sehr lang wurde, doch es floss mir einfach so aus dem Herzen und was aus dem Herzen kommt, darf und soll man auch zulassen. Und ausserdem war es ja auch eine allerletzte Geschichte von eurem Wulli, der euch nie- niemals vergessen wird. Das verspreche ich.

So lebt denn wohl ihr treuen Weggefährten. Bleibt glücklich und positiv im Denken, seid friedlich im Miteinander und habt Achtung vor allem Leben. Wisst dass Tiere eine Seele haben und sowohl körperlich und seelisch leiden wir ihr Menschen.
Wir Tiere sind der Willkür von euch Menschen ausgesetzt. Missbraucht eure Macht uns gegenüber nicht. Wisst, dass Tiere bedingungslos lieben und euch niemals verraten würden.

Ich verneige mich vor euch ein letztes Mal, sage auch euch Adieu und ich hoffe dass wir alle uns eines Tages wieder sehen,

euer WULLI…

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