Chap – vermittelt


Rasse: Europäisch Kurzhaar
Geschlecht: männlich/kastriert
Alter: ca. 2 1/2 Jahre
geeignet als: Freigänger
Im Tierheim seit: 21.02.2018

Beschreibung

22.02.2018
Gestern Abend, nachdem sich Chap etwas beruhigt hatte, entdeckten wir unter seinem Fell eine große Fleischwunde, die sich bereits stark entzündet hatte. Nun haben wir ihn zum Tierarzt gebracht, wo er hoffentlich nur ein paar Tage stationär bleiben muss und dann wieder zu uns zurück darf. Wir drücken Chap die Daumen, dass er alles gut übersteht! So viele Wochen war er auf sich allein gestellt, was mag dieser arme Kerl nur erlebt haben?

21.02.2018
Anfang der Woche meldete sich eine Dame eines Busunternehmens aus Polch bei uns, dass sie seit zwei Wochen eine Katze beobachte, die sich in einem stillgelegten Bus aufhielt. Sie beschrieb die Katze als Langhaarmix und in keinem äußerlich guten Zustand.
Zum Glück konnte eine Mitarbeiterin die Katze heute morgen fangen, angesichts der immer noch sehr kalten Temperaturen. Bei uns im Tierheim angekommen, war der Kater kein vermeintlicher Wildling, sondern gechipt, registriert und ließ sich ohne Weiteres anfassen. Er zitterte vor Kälte und Angst am ganzen Körper!
Wir stellten fest, dass es tatsächlich unser Chap ist, den wir im letzten Jahr aus einem Messi-Haushalt übernahmen und im August nach Baar vermittelt werden konnte.
Ein Anruf bei der Besitzerin ergab, dass er vor mehr als 3 Wochen entlaufen war. Wie er nun nach Polch kam, wissen wir nicht. Sie war der Annahme, dass er vielleicht von einem Fuchs getötet wurde, da dieser in der Nachbarschaft des Öfteren umherstreift und Fellbüschel im Garten lagen.
Warum die Dame Chap nicht als vermisst meldete und uns nicht darüber informierte, wissen wir nicht.
Nach einem Gespräch fanden wir heraus, dass Chap sich mit einer vorhandenen Katze überhaupt nicht verstand und nach einem Freigang nicht mehr nach Hause kam, da er zusätzlich von einer anderen Katze gejagt wurde. Für uns war ganz klar, dass sich der Kater dort nicht wohlfühlte, zumal neben der bereits vorhandenen Katzen noch eine vierte Katze vor kurzem einzog, die das Fass dann zum Überlaufen brachte und es nur noch Spannungen zwischen den Vierbeinern gab. Mit Einverständnis von Chaps Besitzerin suchen wir nun nach einem neuen Zuhause, wo maximal eine weitere, soziale Katze lebt.

Chap ist nach wie vor schüchtern und braucht geduldige Menschen, die gemeinsam mit ihm aus dem Hektik des Alltags entfliehen möchten und es sich gemeinsam auf der Couch gemütlich machen.

In seinem neuen Zuhause sollten keine kleinen Kinder leben, das würde ihn zusätzlich verunsichern.

2.8.2017
Chap konnte vermittelt werden.

6.7.2017
Verzweifelt meldete sich ein Mann bei uns, der vor rund zwei Jahren die Katzen einer Dame übernahm, die wegzog und ihre Tiere nicht mitnehmen konnte. Leider wurden aus den anfangs 3-4 Katzen schnell 13-14, da alle Tiere unkastriert waren. Während des Telefonats merkten wir schnell, dass sich der Herr überfordert fühlte und deshalb den Überblick über das ganze Ausmaß dieses Katzenelends verlor. Was ein Glück, dass er nach Hilfe rief!
Er sagte, er müsse wegen eines Krankenhausaufenthaltes zehn Katzen abgeben. 10 Katzen!!! Natürlich konnte unser kleines Tierheim nicht gleich 10 Katzen aufnehmen. Wir versprachen ihm, uns zu kümmern und in jedem Fall 2-3 erwachsene Tiere sofort zu übernehmen. Als wir genauer nachfragten nach Alter, Geschlecht und Kastration, konnten nur lückenhafte Angaben gemacht werden. Neben 8 erwachsenen Katzen, gäbe es noch Jungtiere, wie alt sie seien und ob noch mehr Würfe im Haus sind, wusste er nicht.
Wir informierten zur Unterstützung die Verbandsgemeinde Cochem-Zell sowie das zuständige Veterinäramt. So konnten an zwei Tagen alle Katzen, es waren circa 13, aus der vermüllten Wohnung befreit und auf die umliegenden Tierschutzvereine verteilt werden.
Bei uns sind diese beiden Katerchen, Chip und Chap, sowie eine Katzenmutter mit 3, circa 6 Wochen alten, Jungtieren untergebracht.
Die beiden Kater wurden zunächst entfloht und entwurmt und wenige Tage später kastriert und gechipt. Sie sind noch sehr verschreckt, lassen sich aber streicheln, wenn man ihnen leise zuredet. Sie werden sicherliche schnell Vertrauen fassen, wenn sie Menschen gefunden haben, die ihnen genügend Geduld und Zeit schenken.

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