Mina – vermittelt


Rasse: Dackel-Mix
Geschlecht: weiblich/kastriert
Alter: geb. 28.03.2016
Schulterhöhe: ca. 37 cm
Im Tierheim seit: 03.06.2017

Beschreibung
Februar 2018:

Ach wie wunderbar hat sich die einst so scheue Mina entwickelt!
Wir können gar nicht genug von ihr schwärmen.
Als sie im Juni 2017 aus Rumänien zu uns kam, hätten wir nie gedacht dass sie eines Tages so ein fröhlicher und kecker Hund werden würde wie sie inzwischen geworden ist.

Es war ein langer Weg bis hierher. Ein langer Weg der Geduld, Geduld und nochmals Geduld erforderte.
Doch Minchen hatte das große Glück dass eine Stammgassigängerin sich ihrer annahm. Und zwar mit einer Engelsgeduld die ihres gleichen sucht.
Frau W. setzte sich zunächst fast täglich zu Mina und sprach nur mit ihr.
Jede Berührung ließ den ängstlichen Hund regelrecht erstarren.
Doch nach einigen Wochen durfte und konnte Frau W. ihrem Schützling ein Brustgeschirr anlegen, was ebenfalls mit unglaublicher Geduld von statten ging.

Wieder dauerte es viele Tage bis dass Mina an den „Fremdkörper“ gewöhnt hatte. Wider kam Frau W. fast täglich, zog Minchen das Brustgeschirr an und wiede aus, damit das für Mina zur Routine werden würde.

Dann kam der große Tag. Frau W. legte Mina auch eine Leine an, hob sie auf den Arm und ging mit ihr auf die große Hundewiese.
Oh wie fremd war da alles für Mina! Wie schrecklich unangenehm! „Gefangen“ an einer Leine an deren Ende ein Mensch war. Eine einzige Katastrophe!

Nun begann für Frau W. und den Hund die aufregendste Zeit.
Wie ein wilder Mustang gebärdete sich Minchen die ersten Tage. Sie war in Panik, wäre am liebsten im nächsten Mauseloch versunken.
Frau W. ging voll und ganz auf den Hund und seine Ängste ein, doch auch sie kam immer mal wieder an einen Punkt an dem sie niedergeschlagen und traurig war, dass alles so „schlimm“ war.

Doch es wäre nicht unsere liebe Frau W., wenn sie aufgegeben hätte.
Sie gewann das absolute Vertrauen von Mina und nach vielen Wochen war der Knoten geplatzt, wie man so schön sagt.

Mit strahlenden Augen berichtete Frau W. eines Tages, dass Mina ganz normal, wie alle anderen Hunde auch, an der Leine ging.
Zunächst übte sie weiter auf der großen Hundewiese, doch es dauerte nicht lange, da marschierte Mina mit ihrer geduldigen Freundin aus dem Tierheimtor hinaus um bei einem spannenden Spaziergang die Welt da draussen zu erkunden. Anfangs noch mit eingekniffenem Schwanz, doch auch das änderte sich bald.

Täglich wurde Mina beim Gassigehen entspannter und heute, im Februar 2018 können wir frohen Herzens sagen: „Sie hat es geschafft!“
Sie hat es geschafft ein ganz „normaler“ Hund zu werden. Ein Hund der sich aufs Gassigehen freut und sich auch freut wenn sich jemand zu ihr setzt, sie knuddelt und liebkost.

Und das alles hat sie und haben wir vom Tierheim ausschließlich der lieben, geduldigen Frau W. zu verdanken!!!

Nun hoffen wir, dass sich bald jemand für diese tapfere, kecke Maus ernsthaft interessiert.
Mina ist bereit ihr Köfferchen zu packen um endlich ihr Leben ausserhalb eines Tierheimes, bei „eigenen Menschen“ leben zu können und zu dürfen.

Wir suchen für sie eine ruhiges Paar, oder eine Einzelperson die Mina die Zeit schenkt die sie braucht, um eine so gravierende Veränderung zu verkraften.
Sie kannte bisher nur das Tierheim in Rumänien, wo sie eine von über 200 Hunden war, und seit Juni letzten Jahres das Tierheim Mayen.
Nun wird es wirklich Zeit dass sie bis zu ihrem Lebensende ein geliebter und fröhlicher Hund bei netten und geduldigen Menschen sein darf.

Kinder sollten nicht im Haushalt leben, das wäre zu stressig für die Kleine.
Gerne darf ein Zweithund an ihrer Seite sein, denn mit Artgenossen kommt sie hervorragend zurecht.

Wenn Sie also einen absolut liebenswerten, kleinen Hund suchen, selbst eher ruhig und auch geduldig sind, gerne Spaziergänge machen, dann kommen Sie doch Mina einfach einmal besuchen. Sie wird sicher nicht direkt mit Begeisterung auf Sie zu kommen, doch sollten Sie sich in sie verlieben, was wahrlich nicht schwer ist, dann können Sie auch gerne in Begleitung mit Frau W. einen ersten Spaziergang mit Minchen machen.
Wir würden uns so freuen, wenn sie endlich ihre eigene Familie finden würde.

21.10.17:

Unser liebes Minchen hat ihre Stammgassigängerin so manche Nerven gekostet, sodass sie kurz davor war, aufzugeben! Aber das war natürlich keine Option, denn ein Leben lang Tierheim und das für so einen jungen Hund ist unerträglich!

Und so kam sie nahezu jeden Tag, um mit Mina zu üben. Mittlerweile haben die beiden ihre Diskussionen nahezu beiseite gelegt und sind sich darüber einig geworden, dass spazierengehen doch nicht so übel ist. Und so zockeln die beiden jetzt fröhlich über die Felder und Mina hat sichtlich Freude daran.

Nun wollen wir Mina auch nochmal Menschen vorstellen, die dem kleinen sturen Dackelmädchen ebenso Paroli bieten können und den längeren Atem haben. Ein Kennenlernen und Spazierengehen ist zusammen mit Minas Menschenfreundin Frau W. jederzeit möglich. Sie nimmt sich die Zeit für Interessenten, um sie auf Mina und ihren Charakter einzustimmen und so manche Geschichte zu erzählen, die die beiden auf diesem langen Weg erlebt haben.

11.08.2017:

Da haben sich aber zwei Angsthasen gefunden :-)  Wenn Sie den Text von „Mochi“ lesen, wissen Sie auch wie es sich mit Mina verhält. Mochi kam aus Spanien zu uns, die kleine Mina aus Rumänien. Der Unterschied beim Fortschritt ihrer Entwicklung bei uns im Tierheim ist, dass sie eine kleine Schauspielerin ist.

Zwei geduldige Stammgassigängerinnen kümmern sich intensiv um Mina (und Mochi) und so ließ sie zu, dass man ihr ein Brustgeschirr anlegen konnte. Kleine Übungen auf dem Tierheimgelände mit der Leine, findet sie nach wie vor doof, doch genau dabei ist ziemlich viel Schauspielerei dabei. Sie windet sich, gebärdet sich wie ein wilder Mustang, schaut gleichzeitig keck in die Runde und wedelt mit dem Schwänzchen was das Zeug hält, als ob sie sagen wollte: „Ich mach noch lange nicht das was ihr wollt.“ Aber da haben wir den längeren Atem! Es ist eine Frage der Zeit wann der „Knoten platzt“ und sie merkt wie toll es ist spazieren geführt zu werden um die Welt ausserhalb des Tierheimes zu erkunden. Mochi und Mina „wohnen“ zusammen und sind wie zwei eingeschworene Blutsbrüder, die sich abends am Lagerfeuer erzählen was sie alles tagsüber angestellt und erlebt haben :-)

Mina ist ein kleiner, kuger Sonnenschein, der ihren geduldigen Menschen einmal sehr viel Freude machen wird. Es ist noch ein vielleicht langer Weg bis dass sie genau die Leute findet, die mit ihr üben und sie momentan so nehmen wie sie ist. Aber wenn der oben erwähnte Knoten einmal geplatzt ist, dann beginnt für alle Beteiligten ein richtig tolles Leben.

03.06.2017:

Mina ist noch etwas schüchtern, taut aber so langsam auf. Mit anderen Hunden ist sie verträglich, braucht aber auch bei ihnen eine Kennenlernphase.

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