Betty – unvergessen


Wir haben traurige Nachrichten. Betty, die im Januar in eine Meerigruppe ziehen durfte, ist leider verstorben. Am vergangenen Montag war sie noch die erste beim Fressen und mittags hat ihr Pflegefrauchen sie tot aufgefunden. Bei Kleintieren kommt es häufig vor, dass man den Grund des Sterbens nie erfahren wird, da sie vorher kaum Anzeichen zeigen. Leider wurde Betty bereits krank aus einer Zoohandlung gekauft, hatte ein krummes Rückgrat, was dazu führte, dass sie nie richtig Urin absetzen konnte. Zusätzlich hatte sie Kristalle in der Blase, die ihr Schmerzen bereiteten und in einer OP ausgepült wurden. In ihrer Pflegestelle ist sie richtig aufgeblüht, hat sich prima mit ihren Artgenossen verstanden und auch ihre Blasenproblematik wurde immer besser. Gerne hätten wir uns noch mehrere Jahre mit ihr gewünscht.


Art: Glatthaar-Meerschwein
Geschlecht: weiblich
Alter: ca. 2 Jahre
kastriert am:
geeignet für: zur Zeit in Außenhaltung
Im Tierheim seit: 02.01.17

Beschreibung

Betty wurde vor knapp 2 Jahren in einer Zoohandlung gekauft und lebte seither mit weiteren Meerschweinchen zusammen. Da diese mittlerweile verstorben sind und ihre Besitzer die Kleintierhaltung aufgaben, kam Betty zu uns.

Was uns gleich auffiel war, dass Betty unkontrolliert Urin absetzt. Beim Hochheben verlor sie Urin und an den Stellen, wo sie sich länger aufhält entdeckten wir auch Urin. Markant war ebenfalls, dass dieser trüb aussah.

Eine Röntgenuntersuchung zeigte, dass Betty Kalzium-Oxalat-Kristalle in der Blase hat, die sich nicht auflösen können. Um einer Vergrößerung dieser Kristalle sowie Neubildung vorzubeugen, bekommt Betty kalizumarmes Futter, was keine große Umstellung beim Füttern bedeutet. Wir meiden zum Beispiel Petersilie oder getrocknete Kräuter und Luzerne. Denn diese enthalten viel Kalzium, was Betty vermeiden sollte. Hier geben wir gerne eine Futterliste zur Orientierung mit.

Da wir mittlerweile gute Erfolge bei der Behandlung des Schweinchens erzielt haben, es jedoch täglich kontrolliert und weiterhin behandelt werden muss, haben wir uns entschieden „Betty“ nicht zu vermitteln. Trotzdem stellen wir sie an dieser Stelle vor, damit allen Kleintierhaltern vor Augen geführt wird wie unglaublich wichtig es ist, ihre Tiere regelmäßig (!) genauestens zu betrachten, ob eine Veränderung (in diesem Fall die Inkontinenz aufgrund ihrer Krankheit) fest zu stellen ist und ggfs. ein Tierarzt aufgesucht werden muss. Wir sind froh, dass Betty bei uns abgegeben wurde, denn in ihrem Zuhause hätte sie nicht mehr lange gelebt…

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