Chucky – hat feste Interessenten


Rasse: Labrador-Mischling
Geschlecht: männlich/kastriert
Alter: geb. ca. 2008
Schulterhöhe: ca. 55 cm
Im Tierheim seit: 01.07.2017

 

 

Beschreibung

08.07.2017  Update:

Nun ist Chucky schon über eine Woche bei uns und nach wie vor ist er ausser sich vor Verlustschmerz. Mittlerweile konnten wir ihn zu unserer Langzeitinsassin „Sheila“ setzen und er verträgt sich auch mit ihr, aber es nimmt ihm nicht diesen Schmerz.

Er jault, weint schier ununterbrochen und kommt erst dann zur Ruhe wenn Gassigänger sich um ihn kümmern. Die schwärmen übrigens nur so von Chucky! Wie agil er sei. Wie absolut freundlich, wie verspielt, wie er Wasser liebt und, und, und…

Wir können wirklich noch immer nicht wirklich verstehen warum man solch eine treue und liebe Seele wieder ins Tierheim abschieben konnte. Ja, er kann nicht gut alleine bleiben, weil dann seine Ängste in ihm hoch kommen und er weint. Ja, er bellt vielleicht wenn z.B. der Postbote kommt. Ja, er nervt vielleicht wenn man das nicht hinnehmen kann. Aber gibt man ihn deshalb wieder ins Tierheim zurück? Nach 3 Jahren die er gemeinsam in der Familie lebte?

Ach, es ist so traurig. Chucky hätte es verdient nicht mehr ins Tierheim zurück zu müssen. Wir hätten mit allen Möglichkeiten die uns zur Verfügung stehen, versucht ihn von Haus zu Haus zu vermitteln, wenn wir gewusst hätten, dass seine Besitzer so sehr durch ihn genervt wurden. Doch diese Chance gab man uns und vor allem Chucky nicht.

Es mag anklagend klingen, aber die Wahrheit ist oft unangenehm. Chucky kommt nicht zu sich bei uns im Tierheim. Er hat so viel Platz zur Verfügung, kann so oft er möchte unsere große Auslaufwiese nutzen, doch was tut er? Er steht am Gitter und weint, jault und bellt bis dass er Schaum ums Maul hat. Es ist so unendlich traurig, weil das für ihn vermeidbar gewesen wäre, hätte man uns im Tierheim um Rat oder Hilfe gebeten.

Nun konzentrieren wir uns mit aller Macht darauf, dass dieser wundervolle Hund bald eine neue Familie „für immer“ findet. Anhänglicher und treuer als Chucky kann kaum ein Tier sein. Hoffentlich, hoffentlich kann er bald aus dem Tierheim aus ziehen, damit er endlich zur Ruhe kommen kann. Psychisch und physich!

01.07.2017:

Wullis Tierheim-Mayen Flüstertüte vom 02.07.`17

Guten Morgen ihr lieben und auch weniger lieben Menschen dort draussen in der Welt. Tja, heute ist meine Flüstertüte mit einer eher traurigen Geschichte gefüllt. Aber auch die traurigen Dinge sollten erzählt werden, weil sie leider zum Tierheimalltag gehören, obwohl das hier nicht hätte sein müssen.

In dem Video seht ihr Chucky. Chucky wie er sich sein Leid aus der Hundeseele weint und bellt, weil seine Menschen ihn gestern im Tierheim abgegeben haben. Doch von vorne:

Chucky wurde von uns 2014 vermittelt. Damals war er ein Abgabehund und damals schrie er sich im Tierheim schon seinen Kummer so sehr von der Seele, dass es nicht nur mir, dem Wulli fast das Herz brach, sondern auch meinen Tierheimmenschen. Ununterbrochen bellte, weinte Chucky vor Heimweh. Zum Glück fanden wir damals eine Pflegestelle für ihn, wo er dann auch bald seine innere Ruhe wieder fand. Auch dauerte es dann nicht allzu lange und Chucky konnte vermittelt werden. Was waren wir froh!

In dem guten Glauben dass Chucky nun endlich in einer Familie angekommen war, in der er bedingungslos geliebt und angenommen wurde, kam am Donnerstag der Anruf im Tierheim, der sein Leben wieder völlig aus den Fugen geraten ließ.
„Wir müssen Chucky wieder zurück bringen. Er jault und weint zu viel wenn er alleine ist, er bellt wenn der Postbote kommt, wenn es an der Tür klingelt usw.“ Was? WAS?? Ich traute meinen großen Wulliohren nicht als ich das hörte. Nach drei Jahren in denen Chucky bei diesen Leuten lebte, geben sie das nun als Abgabegrund an? Nie in den Jahren hatten sie bei uns angerufen und um Rat gefragt was man in solchen Situationen tun könne. Wir hätten fachmännische Hilfe angeboten, denn alles wäre machbar gewesen.

Nein. Da gibt man doch einen Hundesenior, wie Chucky mit seinen nun 9 Jahren einer ist, lieber wieder ins Tierheim zurück, obwohl einem bewusst ist, welche Seelenqual er dort wieder durchleben muss.

Nein, da schnappt man sich seinen störenden Vierbeiner und steckt ihn wieder ins Tierheim, obwohl einem bewusst ist, dass er dort wieder vor Seelenqual ausser sich ist.
So etwas abgebrühtes KANN UND WILL ICH NICHT VERSTEHEN! Meine Tierheimmenschen sagen immer:“ Es gibt kaum ein Problem das nichtlösbar ist, man muss es nur von Herzen wollen.“

Meine „Lebensgefährtin, die Britty, die hätte schon seit 10 Jahren wieder ins Tierheim zurück gebracht werden müssen, wenn ihr Frauchen so gehandelt hätte, wie es nun Chuckys Besitzer gemacht haben.
Britty reisst fast das ganze Tor ab wenn der Postbote kommt, oder jemand anderes etwas in den Briefkasten wirft. Sie bellt wie verrückt wenn nur ne Flieg am Tor vorbei fliegt, sie lässt keinen Besucher ins Haus ohne dem klar zu machen dass sie die Chefin ist. Na und!? Sie wurde als junger Hund von Menschen derart gequält, dass diese Macken nicht aus ihr raus zu kriegen sind. Aber niemals (!) wäre ihr Frauchen auf die Idee gekommen sie ins Tierheim zurück zu bringen. Diesen Verrat hätte sie ihr niemals angetan.

Sie haben in den 10 Jahren in denen sie zusammen leben, einen guten Weg gefunden, die trotz Brittys Unarten ein gutes Miteinander zulassen. Britty wird geliebt und deshalb liebt Britty ihr Frauchen hingebungsvoll wie es tiefer kaum sein kann.

Chuckys Menschen wollten diesen Weg nicht finden. Sie nahmen den für sie einfacheren und brachten den armen Kerl zurück in die „Hölle“, denn das ist der Tierheimaufenthalt für den Hundesenior.
Chuckys Menschen wollten diesen Weg nicht finden. Sie nahmen den für sie einfacheren und brachten den armen Kerl zurück in die „Hölle“, denn das ist der Tierheimaufenthalt für den Hundesenior.

Nun ist er also wieder bei uns. Er weint, bellt ununterbrochen. Er läuft im Zwinger rund, kratzt an den Fliesen, springt an der Tür hoch und wenn wir abends nach Hause fahren, hört man ihn noch im geschlossenen Auto weinen. Ich halte mir dann immer meine langen Ohren zu, weil ich es kaum noch aushalte es mit anhören zu müssen.

Jetzt suche ich verzweifelt nach einem neuen Zuhause für Chucky. Oder wenigstens wieder eine Pflegestelle. Nur sollte er dort halt nicht lange alleine sein müssen, weil seine Verlustängste unglaublich groß sind und er dann wieder anfängt zu weinen.
Helft ihr mir dabei, ihm zu helfen? Tut ihr das bitte!?

Chucky darf eigentlich keinen Tag länger im Tierheim bleiben müssen, er hält es einfach nicht aus :-(
Er ist ein ganz lieber Schatz und liebt Menschen sehr. Und das, obwohl er so von ihnen enttäuscht wurde.
Vielleicht hat Chucky ja einen ganz besonderen Schutzengel, der ihm ganz bald einen Menenschenengel schickt, der ihm aus seinem Leid befreit.

Ich baue auf meine Wulli-Freunde hier, die mir helfen werden genau diesen Menschenengel für den armen Chucky zu finden. Ihr seid nämlich die Besten, ihr Wulli-Freunde! :-)

Danke dass ihr diese Flüstertüte wieder geöffnet habt und seid aufs sonntäglichste und freundlichste beschnüffelt und gegrüßt von eurem Wulli

Ende August 2014:

Chucky konnte vermittelt werden.

17.08.2014:

Chucky ist mal wieder ein Trennungsopfer. Frauchen und Herrchen haben sich getrennt und Chucky wurde in einer Nacht- und Nebelaktion von Herrchen an Frauchens Tür angebunden. Da seine ehemalige Besitzerin den ganzen Tag arbeiten ist und die Vermieter keine Hunde erlauben, wurde Chucky bei uns ins Tierheim gebracht.

Hier angekommen, war Chucky erstmal außer sich, Frauchen weg, gewohnte Umgebung weg, alles was er kannte und liebte hat ihn verlassen.

Chucky ist ein freundlicher, aufgeschlossener Rüde, der gut mit anderen Artgenossen sowie mit Katzen und auch standfesten Kindern gut klarkommt.

Chucky ist auf einer Pflegestelle mit anderen Hunden untergebracht, wo er erstmal zur Ruhe kommen kann.

Interessenten werden gebeten, im Tierheim anzurufen, um ein Kennenlernen mit Chucky zu vereinbaren.

 

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