Abends kann man gut schreiben


Guten Abend ihr Lieben überall da draussen.

Mittlerweile ist es schon kurz vor 23 Uhr und irgendwie kann ich nicht gut einschlafen heute.
Vollmond ist doch schon längst vorbei.

Und wenn man nicht pennen kann, dann nimmt man eben den PC und surft ein bisschen rum, oder schreibt seinen Lieben.

Und da ihr alle meine Lieben seid, schreib ich hier nun einfach mal ein bisschen drauf los und zähle nebenher im Geiste Schafe. Bekanntlich soll das beim einschlafen helfen.
Ich hab das zwar schon oft versucht, hab dann aber ab ungefähr Zählschaf Nummer 19 Jagdgedanken bekommen. Von wegen einschlafen können beim zählen. Ich werde meist davon hellwach.

Nun, was gibt es Neues zu berichten?

Erst einmal wieder ein Fall von Kleintierflut.

Meine Leute erhielten einen Hilferuf von einer Frau die sich aktiv für Tierschutz einsetzt.
Sie fragte ob wir vom Tierheim Meerschweinchen aufnehmen könnten.

Ein Landwirt aus der Nähe von Münstermaifeld vermehrt in einer Pferdebox Meerschweinchen und versucht sie für 10 Euro pro Tier zu verschachern.

Und wie das dann so kommt: Das Ganze wuchs dem Mann über den Kopf. Von ein paar wenigen Tieren, wimmelte es nun nur so in der Pferdebox.

Mehr als 50 Meerschweinchen wurden es mittlerweile. Männlein und Weiblein zusammen und fast alle Mädels tragend.

Du meine Güte, was für ein Elend für die Schweinchen.

Der Mann hatte völlig die Kontrolle verloren, verkaufte nicht so viel wie Nachwuchs kam und stand nun schulterzuckend da und wusste sich keinen Rat mehr.

Da nun eine Linie rein zu bekommen, ist nicht einfach, zumal es keine Möglichkeit gab die Geschlechter sofort zu trennen um Schadensbegrenzung zu betreiben.

Lange Rede kurzer Sinn: Einige Meerschweinchendamen kamen nun mit dicken Bäuchen zu uns nach Mayen. Alle kurz vor der Niederkunft.

Prost Mahlzeit.

Leute, jetzt wisst ihr auch warum wir so dringend ein neues Kleintiergehege brauchen.

Wir hätten viel, viel mehr Schweinchen aufnehmen können, wenn mehr Platz zur Verfügung stünde.

Der momentane Platzmangel verhindert, dass mehr geholfen werden kann.

Habt ihr meinen letzten Brief schon gelesen?

Habt ihr 5 Euro für unser Projekt übrig?
Unser „Nagertraum“ muss unbedingt realisierbar werden, damit DIE Tiere, die mehr und mehr als „Massenware“ gezüchtet werden und in unendlicher Not sind im Tierheim aufgenommen werden können, wenn so ein Vermehrerbetrieb auffliegt.

Momentan können wir nur einer handvoll Meerschweinchen helfen. Vielleicht in einigen Monaten schon viel, viel mehr.

Die kleinen Schweinchendamen, die mit ihren Babies im Bauch jetzt bei uns sind, sind in keinem so guten Zustand.

Versetzt euch mal in deren Lage:

Hochtragend, inmitten von rd. 50 anderen Meerschweinchen auf engem Raum.

Unkastrierte Böckchen, jede Menge Junge, tragende und kurz vor der Geburt stehende Mädels, Stress und Überlebendskämpfe ohne Ende.

Die Meerschweinchen die zu uns nach Mayen kommen konnten, waren voller Haarlinge. Fieees!
Fies vor allem für die Schweinchen.

„Parasitenbehandlung ist im Moment nicht machbar,“ meinte Ruth ziemlich traurig. „Das Gift würde den ungeborenen Welpen schaden, denn die Schweinchen stehen kurz vor der Geburt.“

O.k. hab ich zugegebener Maßen keine Ahnung von, ist mir aber einleuchtend.

Mannomannomann. Ich bin nun schon so lange Bürochef und kapier noch immer nicht warum Menschen uns Tieren so zusetzen.

Da vermehrt dieser Bauer auf Teufel komm raus Meerschweinchen, bis dass er gar nicht mehr weiss wo ihm der Kopf steht.

Es gab mal vor ganz, ganz vielen Jahren in der Klotze einen Film in dem eine Rattenplage die Menschen überschwemmte.

Wenn manche Menschen nicht aufpassen, kann ihnen das aus lauter Geldgier auch mit Schweinchen passieren.

Und wisst ihr was!?
Ich würde es diesen geldgierigen Leuten wünschen!!!!
Alpträume sollen sie bekommen. Träume in denen wahre Fluten von Meerschweinchen ihre Wohnung, ihr Bett, ihr… einfach alles überschwemmen.

Bin ich widerlich mit solchen Gedanken?

Wenn ja, dann ist es mir egal.

Aus Geldgier Tiere produzieren ohne auf deren Leid Rücksicht zu nehmen. DAS ist widerlich!

Und nun liebe Leutchen, sag ich gute Nacht. Und denkt dran: schaut in euer Portemonaie.

Ein Euro, zwei, drei. Jeder Euro den ihr uns schenkt bringt uns unserem „Nagertraum“ näher.

Ab 5 Euro kommt ihr in meinen Loskorb.
Ihr wisst nicht was das heisst?

Einfach meinen letzten Brief lesen. Das alles nochmal zu erläutern hab ich jetzt hier keine Lust mehr, zumal ich beim Schäfchenzählen mittlerweile bei Nummer fünfhundertdreiundzwanzigeinhalb bin *gäääähn*

Oh, was bin ich jetzt müde.
Nacht meine Besten,

euer nun schläfriger
Onkel Kim.

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