Bolle – unvergessen


Wer hätte jemals gedacht, dass Bolle noch so lange leben würde? Niemand. Anfangs dachten wir, dass Bolle aufgrund seiner Nieren- und Blasenprobleme kein langes Leben bevorstehen wird, doch er hat uns vom Gegenteil überzeugt. Leider ist er jedoch vor kurzer Zeit an Altersschwäche und in Folge eines Schlaganfalls gestorben, doch bis zu diesem Tag hat er ein wundervolles Leben in seiner Pflegefamilie führen dürfen. Weiter unten lesen Sie einen Nachruf seines Pflegefrauchens.

Wir danken Bolles Paten:
Frau Schmitt aus Mayen;
HK aus Koblenz


Rasse: Europäisch Kurzhaar
Geschlecht: männlich/kastriert
Alter: unbekannt
Im Tierheim seit: 29.08.09
Auf Dauerpflegestelle seit: 2009

Beschreibung

14.07.21
Unser lieber, gemütlicher Bolle – väterlicher Freund u. Chef der Katzenbande sowie mein ständiger Begleiter im Garten- ist tot!
Mit fast 18 Jahren hat dein Herz aufgehört, zu schlagen. Als Fundkater bist du zu uns gekommen u. wir haben 13 Jahre in inniger Beziehung verbracht. Wie oft hast du uns zum Lachen gebracht, als du z.B. unseren Handwerkern, die dich so süß fanden, die Wurst vom Frühstücksbrot geangelt hast, so dass sie sich auf den Balkon zum Essen flüchten mussten oder als eine Nachbarin mir ganz aufgeregt erzählte, dass hier eine hochträchtige Katze rumläuft, die unbedingt kastriert werden müsse! Ich beruhigte sie damit, dass dies nur unser beleibter Bolle sei! Du hast uns ganz viel Liebe gegeben u. unter deinen Katzen-u. Hundekumpels Harmonie verbreitet. Du warst all die Jahre gesund u. voller Lebensfreude aber letztes Jahr im Spätherbst hattest du (durch Bluthochdruck bedingt) einen leichten Schlaganfall. Trotz Behandlung u. nachfolgender Besserung haben deine Organe letztendlich versagt. Nun müssen deine Menschen- u. Tierfreunde in trauriger Erinnerung damit fertig werden, dass du nicht mehr bei uns bist!
Wir wünschen dir Liebe u. Frieden an dem Ort, wo du jetzt bist, unvergessener Bolle!

In herzlicher Dankbarkeit für unsere jahrelange tiefe Verbundenheit

Deine Menschen

—-
Bolle lebt mittlerweile in einer Pflegestelle mit anderen Katzen und Hunden zusammen. Seit er auch Freigang haben kann, geht es ihm merklich besser und man merkt ihm kaum noch an, dass es ihm einmal so schlecht ging.

18.09.09
Bolle ging es wieder schlechter, wieder verlor er blutigen Urin. Wieder mußte er für eine Nacht zum Tierarzt. Wir haben ihn nun erst einmal auf einer Pflegestelle untergebracht, damit er unter ständiger Beobachtung und vor allem (was noch viel wichtiger ist) er nicht mehr so allein sein muß und viel mehr Streicheleinheiten abbekommt, als das zeitlich hier im Tierheim möglich ist.

Bolle sucht natürlich immer noch ein Zuhause, allerdings müssen das Menschen sein, die mit seiner Krankheit umgehen können.

14.09.2009:
Leider hat sich niemand gemeldet, der unseren „Knubbelbolle“ vermisst und wir haben diesbezüglich die Hoffnung auch bereits aufgegeben. Nun vermuten wir auch zu wissen, warum Bolle in seinem Zuhause nicht mehr geliebt wurde. Bolle ist krank und Nierengrieß plagt ihn mehr oder weniger akut. Auch bei uns im Tierheim ging es ihm, kurz nach seiner Aufnahme sehr schlecht. Blutiger Urin deuteten auf keine guten Zeichen hin. Eine stationäre Behandlung bei einer Tierärztin war unumgänglich, was Bolle jedoch unglaublich traurig machte. Trotzdem musste er „da durch“ und seit dem 12.09. ist er vom Tierarzt entlassen und wieder bei uns. Und wir sind überglücklich, dass Bolle wieder stabil in seinem Gesundheitszustand ist.

Er setzt ganz normal Urin ab, hat eine gute Verdauung und ist (was jetzt kommt ist unvermeidlich ;-)) ), er ist uuuuunglaublich lieb und verschmust. Bolle ist kräftig und hat ein superweiches Fell. Und wenn er dann in Anwandlung von Schmuseanfällen sich gegen die Beine von uns Menschen drückt, dann ist da schon ganz schön was dahinter :-)

Wir sind so glücklich, dass es dieser einzigartige Schatz geschafft hat, wieder gesund zu werden.
Schonkost und Wachsamkeit sind die Schlüssel zu seinem Leben. Gemeinsam mit lieben Menschen wird er noch viele Jahren leben können. Damit Bolle dazu eine reele Chance hat, suchen wir für ihn eine Pflegefamilie. Diese kann groß sein, sie kann klein sein, das spielt keine Rolle. Wichtig ist, dass Bolle aus dem Tierheimstress heraus kommt.

Einer Pflegefamilie entstehen keinerlei Kosten, die übernimmt das Tierheim. Deshalb würden wir uns für diesen wirklichen Schatz unglaublich freuen, wenn er bald, gerne als Pflegetier von einer verantwortungsvollen Familie aufgenommen würde. Gerne dürfen bereits eine oder mehrere Katzen dort leben. Das ist Bolle egal, weil er sehr verträglich und zurückhaltend gegenüber von Artgenossen ist. Es wäre traumhaft, wenn Bolle bald eine eigene Familie hätte; gerne auch zur Pflege bis zur Vermittlung.

29.08.09
Bolle wurde mitten in Ochtendung an einer vielbefahrenen Haupstraßenkreuzung gefunden. Auch er ist wieder so gepflegt, kugelrund gefüttert und auch bereits kastriert, dass er einfach einen Besitzer haben muß. Auch er ist, wie so viele Fundkatzen, weder tätowiert noch gechipt. So müssen wir nun warten, dass sich seine Besitzer im Tierheim melden.

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