Leni – unvergessen <3

In unseren Herzen lebst du weiter! Mach's gut Lenchen!


Unsere tapfere Leni ist gegangen. Nichts ahnend hat sie sich auf den Weg ins Regenbogenland gemacht. Dass Leni den schlimmen Autounfall vor drei Jahren überlebte, grenzt an ein Wunder. Kurz danach zog sie bei Familie V. zur Pflege ein, die Leni nach der schweren OP wieder aufpäppelte und wahre Wunder bewirkte. Leni lernte wieder Laufen und erfreute sich ihres wiedergewonnenen Lebens, wo sie dem Tod schon sehr nahe war. In den drei Jahren danach plagte sie immer wieder der lästige Krebs. Sie wurde erneut opereriert, um ihr ein wenig Lebenszeit zu schenken. Vor rund 3 Wochen hat der Krebs jedoch über ihren Körper gesiegt und sie schlief neben ihrer besten Freundin Luna ein – für immer. Wir werden Leni niemals vergessen!!! Leni war eine Kämpferin, ein Seelenhund und noch viel mehr. Sie hatte so viel Gutes an sich, was sie jeden Tag aufs Neue ihrer Pflegefamilie zeigte, der wir von Herzen danken, dass Leni bei ihnen leben durfte und von Herzen geliebt wurde. Danke!

Wir danken Lenis Paten:
Herr Hoffmann aus Welling;
Frau Mauschitz aus Welling


Rasse: Jagdhund-Mix
Geschlecht: weiblich/kastriert
Alter: ca. 6 Jahre
Schulterhöhe: 55 cm
Im Tierheim seit: 02.11.12

Beschreibung

23.05.13
Leni konnte heute in eine liebe Pflegestelle umziehen. Dort hat sie 24 Stunden Betreuung und kann in Ruhe gesund werden.

16.05.2013
Nach Tagen des Bangens, Hoffens und Kämpfens können und möchten wir nun auch hier von Lenis schwerem Autounfall erzählen. Bisher hatten wir einfach nicht genügend Kraft und auch Zeit dafür. Denn neben der Organisation unseres großen Tierheimfestes, mußten wir um und mit Leni kämpfen. Mittlerweile ist sie außer Lebensgefahr!

Am Montag, den 6. Mai brachten wir Leni nach Mülheim-Kärlich in ihr neues Zuhause, wo sie sich sichtlich wohl fühlte. Doch über Nacht hat sie es irgendwie geschafft auszubüchsen, kein Mensch weiß wie sie das angestellt hat. Niemand hat Schuld daran!

Dienstagmorgen gegen 6:00 Uhr geriet sie dann auf die B9 und wurde von zwei Autos angefahren. Den Fahrern ist nichts passiert, aber Leni lag leblos am Straßenrand. Dank der Tierrettung Koblenz wurde sie sofort in eine Tierklinik gebracht und dort erst einmal notfallmedizinisch versorgt. Durch ihren Chip, der noch auf uns eingetragen war, benachrichtigte uns TASSO. Wir fuhren im Eiltempo zu ihr und brachten Leni zur Weiterbehandlung zu unserer Tierärztin.

Bis dahin wussten wir nur, dass Lenis Hüfte gebrochen war. Doch nach und nach kamen immer mehr Hiobsbotschaften: die Lunge kollabierte, die Leber war verletzt und blutete in den Bauchraum, ihr Magen drohte zu versagen und abzusterben. Erst am nächsten Tag konnte sie operiert werden, weil ihr Zustand so kritisch war. Die ganze Zeit bekam sie Infusionen.

Aber Leni schaffte die OP. Eine Woche lang haben wir um ihr Leben gebangt. Angst gehabt, dass die inneren Verletzungen so stark sind, dass sie es nicht schafft. Aber Leni ist eine Kämpferin und hatte so viele liebe, vertraute Menschen, die an ihrer Seite blieben. So fing sie langsam in vielen kleinen Mahlzeiten wieder an zu fressen. Jeden Tag ging es ein wenig mehr bergauf. Ihre Verdauung kam wieder in Gang. (Niemand kann sich vorstellen, wie sehr wir uns über ihr erstes Häufchen nach einer Woche gefreut haben. ;-) Und seit heute steht sie sogar allein auf und läuft sogar schon ohne Hilfe ganz tapfer durch die Gegend. Ein Wunder!

All das hätte sie nie geschafft, wenn sich nicht so viele liebe Menschen um sie gekümmert hätten. In den ersten Tagen sogar rund um die Uhr. Von Dienstag bis Sonntag hat immer jemand bei ihr im Tierheim geschlafen, während der langen Tierarztaufenthalte war sie nie allein. Das alles hat ihr die Kraft gegeben zu Überleben. Ein besonderes Danke an Kristina!!! Danke Sybill, Susanne, Verena, Tina, Steffi! Danke natürlich auch an all die anderen, die sich tagsüber ein paar Minuten oder Stunden zu ihr gesetzt oder ihr Hühnchen mit Reis gekocht haben. Danke an die Tierrettung Koblenz, dass ihr Leni kurz nach dem Unfall geholfen habt! Und natürlich Danke an Tierarztpraxis Baronetzky-Mercier, die mal wieder wahre Wunder vollbracht haben!

Und während ich diese Zeilen hier schreibe, geht mir ein Lied nicht mehr aus dem Kopf, was so sehr zu unserer Wunder-Leni passt:
„I’m a survivor
I’m not goin‘ give up
I’m not goin‘ stop
I’m goin‘ work harder

I’m a survivor
I’m goin‘ make it
I will survive
Keep on survivin'“

18.02.2013:

Unter der Beschreibung von „Jacky“ wurde bereits über Leni berichtet.
Ergänzend zu Leni sei gesagt, dass sie einfach nur wundervoll ist. Sie gibt ihrer süßen Tochter Jacky Halt und zeigt ihr „das Leben“.

Es gibt tatsächlich Hunde, die sich in einem Tierheim erst einmal geborgen fühlen, weil sie es vorher schlecht hatten.
Als Leni mit ihrer bereits erwachsenen Tochter zu uns kam, war ihre Welt eine ganz andere.
Kaum Menschenkontakt und viel auf sich alleine gestellt.
Bei uns begann ein komplett anderes Leben für sie.
Es gab Menschen, die sie ausführten, sich ihnen voll und ganz widmeten und mit engelsgeduld ihnen zeigten wie wunderschön es ist, spazieren zu gehen und die Welt zu erkunden. Und das ist bis heute so.
Wir sind sehr froh, dass diese treuen Leute weder Wind noch Wetter scheuen, um sich der Hunde anzunehmen.
Nur so hatten auch Jacky und Leni die Möglichkeit, „ganz normale“ Hunde zu werden.

Mit Freude geht Leni spazieren, freut sich über jede Streicheleinheit und auch sie wäre nun soweit, dass sie endlich ein Leben in einer eigenen Familie (er)leben dürfte.
Gerne können Interessenten sie bei uns kennen lernen, vielleicht einmal mit ihr spazieren gehen, um sich… wer weiss… vielleicht in sie zu verlieben und sie als neues Familienmitglied mit zu sich nach Hause nehmen.
Es wäre so schön!

28.12.2012:

Hallo Leute,
jetzt melde ich mich mal selbst zu Wort. Ich hab was erlebt in den letzten Tagen…. Nicht nur, dass ich jeden Tag mit netten Spaziergängern unterwegs war, sondern dass meine Gassigängerin am zweiten Weihnachtstag etwas Besonderes mit mir vorhatte. Sie holte mich pünktlich zu den Öffnungszeiten ab und wir fuhren!, ja wir fuhren diesmal, mit dem Auto irgendwo anders hin. Bisher kannte ich nur die üblichen Spazierwege rund um das Tierheim, aber sie hat sich gedacht, ich sollte mal etwas Neues sehen und neue Menschen kennenlernen. Im Auto fühlte ich mich richtig wohl, ich schaute aus dem Fenster und wollte soviel wie möglich von der Welt da draußen mitnehmen, um meiner Mama Jacky davon berichten zu können.

Als wir anhielten, warteten bereits jede Menge Leute auf mich, alle mit dicken Wanderstiefeln, in Regenjacken eingehüllt und jeder trug einen Rucksack…was da wohl drin war, wusste ich zunächst nicht. Schwanzwedelnd habe ich jeden freundlich begrüßt und dann ging es los. Durch Wiesen, Wald und Felder stapften wir durch dicken Matsch, an Obstwiesen vorbei, um dann an einer Hütte Rast zu machen. Jeder, der einen hatte, nahm seinen Rucksack von den Schultern und verschiedene Dinge der Verpflegung kamen zum Vorschein. Es wurde Sekt getrunken, Lebkuchen gegessen und ich hab natürlich auch etwas bekommen..Fleischwurst..mhhh! Nachdem alle gestärkt waren ging es weiter.

Alle Menschen tuschelten über mich, wie brav und lieb ich doch sei und dass sie gar nicht verstehen können, warum ich noch im Tierheim bin. Und meine Gassigängerin kann es auch nicht glauben, denn sie sagt immer über mich, dass ich so unkompliziert, zurückhaltend und sehr menschenbezogen bin. Außerdem vertrage ich mich mit Hunden auch wunderbar. Bei der Wanderung kamen uns nämlich einige Hunde entgegen. Aber die waren alle ganz nett und wir haben uns super verstanden, obwohl mich ein Labrador total toll fand und mir die ganze Zeit am Popo riechen musste und uns noch eine Zeit hinterherlief, aber das störte mich nicht. Nachdem ich mich nach der Wanderung von jedem verabschiedete, ging es wieder zurück ins Tierheim. Ich erzählte Jacky von meinem Ausflug und träumte in der Nacht von den vielen neuen Eindrücken und einer neuen Familie, mit der ich solche tollen Tage häufiger erleben möchte.

eure Leni

02.11.2012:
kam zusammen mit Tochter Jacky, sehr lieb und verschmust

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